Auswärtiges Amt und Deutsches Weininstitut präsentieren Weinauswahl für 2026

| Industrie Industrie

Das Auswärtige Amt und das Deutsche Weininstitut (DWI) haben im Rahmen einer Verkostung in Berlin ein neues Empfehlungssortiment für die deutschen Auslandsvertretungen festgelegt. Die Liste (PDF) umfasst insgesamt 25 Weine und Sekte, die im Jahr 2026 weltweit bei offiziellen Anlässen zum Einsatz kommen sollen. Den insgesamt 225 Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland dient diese Auswahl als Grundlage für die Bewirtung bei Empfängen, Repräsentationsveranstaltungen und Banketten.

Offene Ausschreibung als Grundlage

Grundlage für das neue Sortiment war eine offene Ausschreibung, an der sich fast 500 Weinerzeuger aus sämtlichen deutschen Anbaugebieten beteiligten. Jeder Betrieb konnte jeweils einen Wein oder Sekt für das Verfahren einreichen. In einer ersten Stufe trafen Fachleute des Deutschen Weininstituts in einer Blindverkostung eine Vorauswahl von 49 Produkten. Diese wurden anschließend zur finalen Entscheidung im Auswärtigen Amt in Berlin angestellt.

Das finale Portfolio für das Jahr 2026 setzt sich aus drei Sekten, neun Rieslingen sowie sieben Weißweinen aus weiteren Rebsorten zusammen. Darüber hinaus wurden drei Rotweine und ein Rosé-Wein in die Liste aufgenommen. Nach Angaben der Beteiligten stammen die ausgewählten Erzeugnisse aus neun deutschen Anbaugebieten. Damit soll die stilistische und geschmackliche Bandbreite der deutschen Weinproduktion abgebildet werden.

Alkoholfreie Alternativen ergänzen Angebot

Erstmals oder verstärkt finden sich auch alkoholfreie Varianten im Sortiment wieder. Wie das Deutsche Weininstitut berichtet, wird die Auswahl durch jeweils einen alkoholfreien Schaumwein und einen alkoholfreien Wein ergänzt. Die Zusammenstellung orientiere sich an den unterschiedlichen Anforderungen, die der weltweite Einsatz im diplomatischen Dienst mit sich bringe. Das Ziel der Kooperation bestehe darin, deutschen Wein im Ausland bekannt zu machen und die heimischen Winzer zu unterstützen.

Die Abwicklung der Bestellungen erfolgt dezentral. Über eine vorbereitete Liste können die Diplomaten die gewünschten Mengen individuell auswählen und direkt bei den jeweiligen Erzeugern anfordern. Die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium und dem Weininstitut besteht bereits seit vielen Jahren. Das Institut übernimmt dabei nicht nur die fachliche Begleitung der Auswahl, sondern berät die Mitarbeiter der Auslandsvertretungen auch bei weiterführenden weinfachlichen Fragen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der französische Konzern Groupe SEB streicht weltweit 2100 Stellen, um auf sinkende Gewinne im Jahr 2025 zu reagieren. Besonders betroffen sind auch Werke und Arbeitsplätze in Deutschland: An drei Traditionsstandorte ist zudem geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern einzustellen.

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.

Das VDP-Weingut St. Antony kombiniert 2026 Weinverkostungen mit akustischen Erlebnissen. Mit der Silent Disco Weinprobe in Nierstein und einem technischen StudioTalk in Mainz-Gonsenheim werden neue Wege in der Weinvermittlung beschritten.