Deutsche Weinkönigin kann erstmals vom Publikum mitgewählt werden

| Industrie Industrie

Erstmals in der mehr als 70-jährigen Geschichte der Deutschen Weinkönigin kann das Publikum am 30. September über die wichtigste Botschafterin der Branche mitbestimmen. Gemeinsam mit dem Medienpartner SWR habe man sich auf ein neues Format verständigt, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) in Bodenheim mit.

Demnach werden alle Zuschauerinnen und Zuschauer der TV-Sendung, des Livestreams oder im Saal in Neustadt an der Weinstraße über die 74. Weinkönigin mitbestimmen - sie wählen zwischen drei Kandidatinnen, die von der Jury in einer ersten Abstimmung vorausgewählt werden.

«Wir wollen mit der Abstimmung die Zuschauerinnen und Zuschauer und deren Meinung in die Wahl einbeziehen, um so noch mehr Transparenz für die Wahlentscheidung zu schaffen», erklärte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule. Die Wahl werde über das Dialogforum meinSWR erfolgen.

In diesem Jahr nehmen dem DWI zufolge 8 Bewerberinnen teil - statt wie regulär 13. Viele Gebietsweinköniginnen haben coronabedingt mehrere Jahre amtiert und zum Teil bereits für das Amt der Deutschen Weinkönigin kandidiert, hieß es. Andere haben nach der verlängerten Amtszeit beruflich oder privat andere Pläne. Aufgrund der geringeren Teilnehmerinnenzahl werden nach der Vorentscheidung in diesem Jahr nur fünf statt der üblichen sechs Kandidatinnen ins Finale einziehen. Die Vorauswahl wird die rund 70-köpfige Jury am 24. September wie in den beiden vergangenen Jahren per Video treffen.

Die Deutsche Weinkönigin wirbt seit 1949 für die Branche. Im Namen der Rebe nimmt die wichtigste Botschafterin der Branche innerhalb eines Jahres zahlreiche Termine auch im Ausland wahr. Derzeit amtiert Sina Erdrich aus dem Weinanbaugebiet Baden in Baden-Württemberg.

In diesem Jahr kandidieren Mariella Cramer (Ahr), Katrin Lang (Baden), Stefanie Kippenhan (Hessische Bergstraße), Kirsten Urban (Mosel), Sophie Semus (Nahe), Sophia Hanke (Pfalz), Juliane Schäfer (Rheinhessen) und Luise Böhme (Saale-Unstrut). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Küchenausrüster Rational will Umsatz und Betriebsgewinn nach einem starken Vorjahr deutlich steigern. Der Umsatz, der im vergangenen Jahr um 10 Prozent auf 1,126 Milliarden Euro stieg, solle 2024 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen.

Bierverkoster - für so manchen Menschen dürfte das ein Traumberuf sein. Ihr Einsatz ist für Hersteller ebenso wichtig wie teuer. Forscher sehen in Geschmacksberatung durch Künstliche Intelligenz eine Alternative - oder zumindest eine Ergänzung.

Im österreichischen Salzburg wurden am Wochenende die World Spirits Awards verliehen. Ein Gewinner war dabei eine deutsche Brennerei: GINSTR - Stuttgart Dry Gin wurde mit der Goldmedaille in der Kategorie Gin ausgezeichnet.

Bei der Veltins-Brauerei im Sauerland zeichnet sich ein erbitterter Erbstreit ab. Wie verschiedene Medien berichten, hat Carl-Clemens Veltins, Sohn der langjährigen Chefin Rosemarie Veltins, Klage beim Landgericht Arnsberg eingereicht. Angeblich soll er als 18-Jähriger zu einem schlechten Deal überredet und um sein Erbe gebracht worden sein.

Im Jahr 2023 haben die Winzerinnen und Winzer in Deutschland 8,6 Millionen Hektoliter Wein und Most erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag die Wein- und Mosterzeugung damit 344.000 Hektoliter oder 3,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Konsumgüterhersteller Unilever will sich von seinen Eiscreme-Marken trennen und diese in eine eigenständige Firma auslagern. Dazu gehören Marken wie Magnum, Langnese, Ben & Jerry's und Cornetto. Bis 2025 soll die Sparte abgespalten sein.

Alkoholfreier Wein wird immer beliebter, doch für viele Winzer ist die Produktion noch zu aufwendig. Auch der Geschmack spielt eine Rolle.

Um landschaftsprägende Weinberge in Steillagen zu erhalten, muss der Weinbranche zufolge mehr für Winzerinnen und Winzer getan werden. Denkbar sei ein Bewirtschaftungsentgelt, um Betrieben zu helfen, die sonst nicht mehr rentabel arbeiten könnten.

Pressemitteilung

Mit einem Train-the-Trainer-Programm hebt der FCSI Deutschland-Österreich sein Projekt „KoKoKo – Kommunikation, Kooperation, Kollaboration” auf das nächste Level: Mitglieder haben die Möglichkeit, sich zu Spezialisten und Botschaftern für Design Thinking und dessen Methoden fortzubilden.

Pressemitteilung

Erneut investiert Winterhalter in eine grüne und nachhaltige Zukunft. Mit dem Bau einer Photovoltaik-Anlage auf dem Firmenparkplatz erweitert der Spültechnikhersteller aus Meckenbeuren seine Stromproduktion auf 40 Prozent des Eigenbedarfs.