Deutsche Winzer erwarten 2026 weniger Wein bei Spitzenqualitäten

| Industrie Industrie

Die deutschen Winzer rechnen für 2026 mit einer vergleichsweise kleinen Weinernte. Das Deutsche Weininstitut (DWI) beziffert den erwarteten bundesweiten Ertrag in seiner Mitteilung vom 12. Oktober 2026 auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt von 8,7 Millionen Hektolitern. Nach dem extrem trockenen und sonnenreichen Sommer gingen die Winzer zugleich von „Spitzenqualitäten“ aus.

Noch lägen nicht aus allen Weinbaugebieten die abschließenden Schätzungen der Erntemengen vor. Nach der ersten Prognose zeichne sich jedoch ab, dass der Jahrgang 2026 mengenmäßig auch kleiner ausfallen werde als die beiden vorherigen Jahrgänge.

Die erwartete Weinernte unterschreitet auch die Mengen der Vorjahre

Bereits 2025 und 2024 seien die bundesweiten Erntemengen deutlich unter dem langjährigen Mittel geblieben, berichtet das DWI. Für 2025 nennt das Institut 7,7 Millionen Hektoliter, für 2024 waren es 7,8 Millionen Hektoliter.

Innerhalb der Regionen habe die Ertragslage stark variiert. Entscheidend seien insbesondere das Alter der Reben und die Wasserspeicherkraft der Böden gewesen.

Ältere Reben überstehen die Dürre dank ihrer tiefen Wurzeln

Dem DWI zufolge hätten sich insbesondere ältere Reben in den vergangenen Jahren an die zunehmende Trockenheit in den Weinregionen angepasst. Dank ihrer tiefen Wurzeln hätten sie die Dürre des Jahres 2026 gut überstanden.

Jüngere Weinberge sowie Anlagen auf leichten Böden hätten dagegen sichtbar unter der Wasserknappheit gelitten. Wo dies möglich gewesen sei, hätten diese bewässert werden müssen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.

Pressemitteilung

Die Fachmesse für Wein am 28. Februar und 1. März 2027 in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Interessierte haben noch bis 31. Juli 2026 die Gelegenheit, bei ihrer Anmeldung als Ausstellende von Frühbucher-Konditionen zu profitieren. Zudem sind ab sofort die EUROVINO Classrooms als neues Programmformat der EUROVINO 2027 buchbar genauso wie das EUROVINO Discover Programm. 

Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss hat seine Jahrespublikation veröffentlicht. Der Dachverband der deutschen Messewirtschaft bilanziert darin, welche Entwicklungen die Branche aktuell prägen und welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft bestimmen.

Der ehemalige BrewDog-Mitgründer James Watt strebt einen Rückkauf des Unternehmens von Tilray Brands an, stößt jedoch auf deutliche Ablehnung beim aktuellen Eigentümer.

Wie jeden Sommer steht der Italo-Drink mit seinem leuchtenden Orange wieder überall auf den Tischen. Allerdings ist in den Gläsern nicht immer das Original. Jetzt geht der Mutterkonzern dagegen vor.

Handarbeit statt Maschinen: Für Frankens Steillagen-Winzer gibt’s bald mehr Geld. Doch reicht das, wenn immer mehr Betriebe aufgeben und der Markt schrumpft?