Eat Just: Singapur erlaubt Chicken Nuggets aus dem Reagenzglas

| Industrie Industrie

Das amerikanische Start-up Eat Just hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Hähnchenfleisch im Labor züchten lässt. Singapur hat das Verfahren überprüft und als erstes Land auf der Welt dem Verkauf zugestimmt. Künftig kommen in dem asiatischen Stadtstaat die Chicken Nuggets also auch aus dem Labor.

Für das „Kunstfleisch“ von Eat Just werden lebenden Tieren Zellen entnommen und mit einer Nährlösung in einem Bioreaktor vermehrt. Anschließend können sie zu Fleischbällchen oder Nuggets verarbeitet werden. Bei den Produkten des Start-ups handelt es sich allerdings nicht um reine Fleischprodukte. Den gezüchteten, tierischen Zellen wurden Pflanzenproteinen beigemischt. Wie der Spiegel berichtet, sollen damit die Kosten gesenkt werden.

Zwei Jahre habe man auf die Zulassung gewartet, erklärte das Unternehmen. Sieben Experten hätten die Herstellung in mehr als 20 Produktionsläufen in 1200 Liter fassenden Bioreaktoren getestet und untersucht. Das gezüchtete Produkt erfülle alle Anforderungen an ein Lebensmittel.

Anfangs soll der Preis für die Nuggets aus dem Labor auf dem Niveau von Hähnchenfleisch in einem Oberklasse-Restaurant liegen. In den kommenden Jahren könnten die Kosten dann unter die von konventionellem Hähnchenfleisch gesenkt werden, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Man wolle das neue Produkt zunächst in einem Restaurant anbieten und den Verkauf schließlich auf den Einzelhandel ausweiten. Anschließend hoffe man auf die Zulassung in weiteren Staaten, zitiert der Spiegel den Eat-Just-Chef Josh Tetrick.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Coca-Cola ist ein weltweit agierender Getränkegigant. Im Vergleich dazu sind deutsche Brauereien Zwerge. Das hält sie aber nicht davon ab, dem Riesen die Stirn zu bieten.

Die Bierexporte aus Baden-Württemberg sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, sank die exportierte Menge um 26,6 Prozent auf über 1,0 Millionen Hektoliter.

Die Bierproduktion in Nordrhein-Westfalen ist 2025 erneut gesunken, während alkoholfreie Varianten weiter zulegen. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede in Entwicklung und Absatzwert.

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.