Internorga Zukunftspreis 2026: Die Nominierten stehen fest

| Industrie Industrie

Die Auswahl für den Internorga Zukunftspreis 2026 ist getroffen. Eine Jury hat aus einer Rekordzahl an Einsendungen die Unternehmen nominiert, die am 13. März 2026 in Hamburg ausgezeichnet werden könnten. Die Nominierten decken ein breites Spektrum ab, das von digitalen Prozesslösungen und Robotik bis hin zu Upcycling-Produkten und inklusiven Gastronomiekonzepten reicht.

Innovationen bei Nahrungsmitteln und Getränken

In der Kategorie Nahrungsmittel und Getränke liegt ein Fokus auf funktionalen Zutaten und Ressourceneffizienz. Nominiert ist die PUEVIT GmbH mit der Marke Algenwerk für regional produzierte, frische Spirulina-Algen, die als nährstoffreiche B2B-Zutat dienen. Ebenfalls auf der Liste steht die Pomom GmbH mit dem Produkt HOTLY, einem tiefgekühlten Fruchtpüree am Stiel, das durch die Zugabe von heißem Wasser zu einem Heißgetränk wird. Als dritter Nominierter geht das Unternehmen REDUCED APS ins Rennen, das mittels Koji-Fermentation aus Bio-Reststoffen Fond-Konzentrate herstellt, die eine Salzreduktion bei gleichzeitiger Aromenintensivierung ermöglichen.

Fortschritte in Technik und Ausstattung

Die Kategorie Technik und Ausstattung ist geprägt von den Themen Digitalisierung, Inklusion und Automatisierung. Die WeWash GmbH wurde für ein digitales Abrechnungssystem für Gemeinschaftswaschküchen nominiert, das in der Hotellerie und im Bereich Microliving Anwendung findet. Die Schaerer Deutschland GmbH ist mit der Lösung Schaerer Easy Access vertreten, einem barrierefreien Bedienkonzept für Kaffeevollautomaten, das speziell auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern zugeschnitten ist. Die goodBytz GmbH komplettiert die Auswahl mit einem autonomen Kochroboter, der für den Einsatz in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung konzipiert wurde.

Konzepte für Gastronomie und Hotellerie

Im Bereich Gastronomie und Hotellerie stehen Betriebsmodelle im Vordergrund, die Nachhaltigkeit mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Nominiert ist die Founding Restaurants GmbH mit dem Konzept Kaspar Schmauser, das individualisierbare pflanzliche Gerichte mit digitaler Bestelltechnik kombiniert. Ein weiterer Kandidat ist die Impact Concepts / Coffee, Brownies & Downies, eine Tagesbar, in der Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam arbeiten. Die Servicegemeinschaft Nordbaden mbH wurde für ein nachhaltiges Gastronomiekonzept im Care-Sektor ausgewählt, das eine hochwertige Verpflegung trotz begrenzter Budgets anstrebt.

Preisverleihung am 13. März 2026

Die Entscheidung über die drei Gewinner trifft eine unabhängige Jury, der die Trendforscherin Hanni Rützler, der Wissenschaftler Dr. J. Daniel Dahm, der Ingenieur Carl-Otto Gensch und der Ernährungswissenschaftler Rainer Roehl angehören. Hanni Rützler betont die Bedeutung der Einreichungen für die Branche: „Die hohe Anzahl an beeindruckenden Bewerbungen sowie die Kreativität, Innovationskraft und Vielfalt der Nominierten zeigen eindrucksvoll, welch enormes Potenzial für eine zukunftsfähige Entwicklung im Hospitality- und Foodservice-Markt steckt.“

Die offizielle Bekanntgabe der Preisträger findet am 13. März um 12:00 Uhr auf der OPEN STAGE statt. Die Veranstaltung wird von Patrice Bouedibela moderiert. Als Gastredner wird Dr. Christoph Ploß erwartet, der als Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus fungiert. Der seit 2011 vergebene Preis gilt als eine der zentralen Auszeichnungen für zukunftsweisende Geschäftsmodelle im Außer-Haus-Markt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.