Kein Durst mehr? Bierabsatz sinkt zweistellig

| Industrie Industrie

Wiesbaden (dpa) - Der Absatz von alkoholhaltigem Bier ist in Nordrhein-Westfalen im August deutlich gesunken. Nach Daten des Statistischen Bundesamtes setzten die Brauereien im bevölkerungsreichsten Bundesland 1,95 Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier im vergangenen Monat ab. Das waren 7,3 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Monatsstatistik hervorgeht.

Bundesweit fiel der Rückgang im August mit minus 11,4 Prozent noch stärker aus. Lediglich in Sachsen-Anhalt konnte die Braubranche demnach im August des laufenden Jahres den Bierabsatz steigern. Das Plus wird hier mit 2,9 Prozent beziffert. In allen anderen Bundesländern lief es noch schlechter als in NRW. So wird auch für Bayern, das seit geraumer Zeit größter Bierhersteller unter den Bundesländern ist, ein Absatzminus von 12,6 Prozent genannt.

Die ersten acht Monate 2019 zusammengenommen, weisen die Statistiker für NRW ein Absatzminus von 2,5 Prozent bei alkoholhaltigem Bier und Biermischgetränken aus. Alkoholfreies Bier, das seit Jahren in der Gunst der Verbraucher steigt, ist nicht in der Statistik enthalten. Bundesweit betrug das Minus von Januar bis August 2,8 Prozent.

Die Brauereien hatten im heißen Sommer 2018 deutliche Zuwächse erzielt, somit ist das Vergleichsniveau hoch. Ein wichtiger Impulsgeber für die Branche war 2018 die Fußball-Weltmeisterschaft.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Inhaber der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu, Werner Brombach, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Seit 1965 war er für die Brauerei tätig, deren alleinige Verantwortung er 1975 übernahm.

Die anhaltende hochsommerliche Hitze lässt manchen Wein besser schmecken - hat aber auch zunehmend Schattenseiten. Im Großen und Ganzen überwiegen aber noch die positiven Auswirkungen der Klimaerwärmung, so das Deutsche Weininstitut.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der gewerblichen Fleischproduktion in Deutschland. Während die Schweine- und Rindfleischerzeugung nahezu unverändert bleibt, sinkt das Geflügelfleischaufkommen deutlich.

Das Hotelgeschäft von Sabre wächst zweistellig: Im zweiten Quartal 2026 legte der hotelbezogene Umsatz um elf Prozent zu. Der Reisetechnologiekonzern steigerte auch den Gesamtumsatz und hob seine Prognosen für Pro Forma Adjusted EBITDA und Free Cash Flow an.

 

Ein möglicher mehrheitlicher Einstieg von Henkell International bei Maison Pommery kommt vorerst nicht zustande. Die Exklusivgespräche endeten ohne Einigung, während Pommery zugleich eine zusätzliche Finanzierung über 42,8 Millionen Euro vereinbart hat.

Manche kriegen schon beim Anblick Kopfweh, andere nie genug davon. Die Rede ist von Aperol Spritz, einem Trendgetränk seit Jahren - mit eigenen Songs und vielen Fans. Wie konnte es so weit kommen?

Schon wieder fällt die Statistik für die deutschen Bierbrauereien bitter aus. In der ersten Hälfte des laufenden Jahres haben sie mit 3,85 Milliarden Litern noch einmal 2,2 Prozent weniger Bier verkaufen können als im ohnehin schon sehr schwachen Vorjahr.

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.