Mak-Pak: Essbare Snackverpackung soll in drei Jahren auf den Markt kommen

| Industrie Industrie

Eine von Bremerhavener Wissenschaftlern entwickelte essbare Snackbox aus Algen soll in spätestens drei Jahren in die industrielle Produktion gehen. Zwei Jahre nach Start des Projekts sei inzwischen der Prototyp fertig, sagte Ramona Bosse, die als Lebensmitteltechnologin an der Hochschule Bremerhaven an der Forschung beteiligt ist. Der Prototyp sei von Testern positiv bewertet worden. «Sie waren mit dem Geschmack und mit dem Aussehen zufrieden», sagte Bosse. Die grün-bräunliche Box schmecke leicht salzig, aber nicht fischig. «Viele waren erstaunt, wie neutral das Material schmeckt und riecht.» 

Die Hochschule, das Alfred-Wegener-Institut (AWI) und die Fischrestaurantkette Nordsee hatten im März 2018 das aus Bundesmitteln geförderte Forschungsprojekt «Mak-Pak» gestartet. Ziel war es, einen aus Makroalgen produzierten Behälter für den Außerhaus-Verzehr herzustellen, der essbar ist.
 

Nachdem dies gelungen sei, müssten nun zunächst erneut Fördergelder eingeworben werben, um das Verpackungsmaterial im zweiten Schritt für die Maßstäbe der industriellen Produktion zu optimieren. Dazu werde neben Algen auch mit anderen Biostoffen experimentiert, sagte Bosse. Am Ende des Projekts sollen zwei Materialien in die Behälter-Produktion gehen können: ein festes und ein biegbares.

Der Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie hat nach Angaben des Umweltbundesamtes bundesweit immens zugenommen: Von 110.000 Tonnen im Jahr 2000 erhöhte sich der Verbrauch auf 303.000 Tonnen im Jahr 2017.

(dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Tag des Deutschen Bieres geht auf das am 23. April 1516 erlassene Reinheitsgebot zurück. Bier ist aber längst kein Selbstläufer mehr. Die schlechte Kauflaune ist nur ein Grund.

Coca-Cola ist ein weltweit agierender Getränkegigant. Im Vergleich dazu sind deutsche Brauereien Zwerge. Das hält sie aber nicht davon ab, dem Riesen die Stirn zu bieten.

Die Bierexporte aus Baden-Württemberg sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, sank die exportierte Menge um 26,6 Prozent auf über 1,0 Millionen Hektoliter.

Die Bierproduktion in Nordrhein-Westfalen ist 2025 erneut gesunken, während alkoholfreie Varianten weiter zulegen. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede in Entwicklung und Absatzwert.

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?