Mak-Pak: Essbare Snackverpackung soll in drei Jahren auf den Markt kommen

| Industrie Industrie

Eine von Bremerhavener Wissenschaftlern entwickelte essbare Snackbox aus Algen soll in spätestens drei Jahren in die industrielle Produktion gehen. Zwei Jahre nach Start des Projekts sei inzwischen der Prototyp fertig, sagte Ramona Bosse, die als Lebensmitteltechnologin an der Hochschule Bremerhaven an der Forschung beteiligt ist. Der Prototyp sei von Testern positiv bewertet worden. «Sie waren mit dem Geschmack und mit dem Aussehen zufrieden», sagte Bosse. Die grün-bräunliche Box schmecke leicht salzig, aber nicht fischig. «Viele waren erstaunt, wie neutral das Material schmeckt und riecht.» 

Die Hochschule, das Alfred-Wegener-Institut (AWI) und die Fischrestaurantkette Nordsee hatten im März 2018 das aus Bundesmitteln geförderte Forschungsprojekt «Mak-Pak» gestartet. Ziel war es, einen aus Makroalgen produzierten Behälter für den Außerhaus-Verzehr herzustellen, der essbar ist.
 

Nachdem dies gelungen sei, müssten nun zunächst erneut Fördergelder eingeworben werben, um das Verpackungsmaterial im zweiten Schritt für die Maßstäbe der industriellen Produktion zu optimieren. Dazu werde neben Algen auch mit anderen Biostoffen experimentiert, sagte Bosse. Am Ende des Projekts sollen zwei Materialien in die Behälter-Produktion gehen können: ein festes und ein biegbares.

Der Verbrauch von Serviceverpackungen in der Gastronomie hat nach Angaben des Umweltbundesamtes bundesweit immens zugenommen: Von 110.000 Tonnen im Jahr 2000 erhöhte sich der Verbrauch auf 303.000 Tonnen im Jahr 2017.

(dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Coronavirus auch in Fleischfabriken in Österreich

Auch in Österreich sind in drei Großbetrieben zur Fleischverarbeitung mehrere Corona-Fälle aufgetaucht. Insgesamt seien zehn Mitarbeiter sowie 13 Personen aus deren Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet worden, berichtete die Nachrichtenagentur APA am Sonntag.

Mehr kleine Betriebe: Söder regt Agrarwende in Deutschland nach bayerischem Vorbild an

Ministerpräsident Markus Söder fordert für Deutschland eine Agrarwende nach bayerischem Vorbild. «Warum setzen wir nicht mehr auf die kleineren Betriebe und unterstützen sie, als die großen Agrarfabriken zu haben», fragte Söder in einer Videobotschaft.

Urteil: Sonntagsarbeit in Eis- und Getränkeindustrie unzulässig

Um die Versorgung der Bevölkerung mit Eis und Getränken zu sichern, dürfen hessische Hersteller in Ausnahmefällen auch sonn- und feiertags produzieren. Doch Kirche und Gewerkschaft halten das für überflüssig. Nun hat der Verwaltungsgerichtshof entschieden.

Fleischindustrie in Deutschland vor Corona mit Rekordumsätzen

Vor den schweren Corona-Ausbrüchen in mehreren Großbetrieben hat die deutsche Fleischindustrie Rekordumsätze gemacht. In den ersten vier Monaten dieses Jahres stiegen die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14,8 Prozent.

Anzeige

Form und Funktion gegen Corona: Schutzwände mit System

Endlich geht es wieder los in der Gastronomie! Natürlich wird die Erfüllung strikter Auflagen verlangt. Unsere Schutzwände mit System passen sich jeder Situation an!

Winzer sagen guten 2020er Weinjahrgang vorher

Nach einer erneut eher frühen Rebblüte und reichlich Regen in der ersten Junihälfte erwarten die Winzer wieder eine relativ frühzeitige Weinlese und einen guten 2020er Jahrgang. Die Erträge werden aber eher klein ausfallen.

Riesling extrem» - Pfälzer Winzer setzen auf besonderes Terroir

Scharfkantig präsentiert sich die Säure beim Riesling vom Muschelkalk, vom Buntsandstein und Rotliegenden ist sie fruchtiger, harmonischer, brillanter. Solche Geschmacksunterschiede des Bodens sind für viele Winzer zu einem wesentlichen Verkaufsfaktor geworden.

Winzer gründen Schutzverband für Wein aus Sachsen

Weine aus Sachsen sollen künftig besser markenrechtlich geschützt sein. Dafür haben Sachsens Winzer einen Schutzverband gegründet. Dieser soll sich mit der Umsetzung des neuen Weingesetzes - und auch mit der geschützten Herkunftsbezeichnung ‎‎«Sachsen» befassen.‎

Boykott gegen Rassismus: Unilever und weitere Unternehmen stoppen Facebook- und Twitter-Werbung

Facebook und Twitter stehen wegen einer Flut an Hasskommentaren, Propaganda, Spam und Fake News schwer in der Kritik. Ein Werbeboykott soll die Online-Plattformen zu entschlossenerem Handeln drängen. Mit Unilever erhält eine in der Vorwoche gestartete Boykottaktion bedeutenden Zulauf.

Engpass bei Südtiroler Speck durch Corona-Ausbruch bei Tönnies?

Der Corona-Ausbruch beim deutschen Fleischhersteller Tönnies sorgt auch bei Südtiroler Speckherstellern für Unruhe. Speck und Wurst aus der norditalienischen Provinz könnten unter Umständen knapp werden. Wo „Südtirol“ draufsteht, ist vielfach „Ostwestfalen“ drin.