Millionen Liter Wein wegen Ermittlungen um verschnittenem Rebensaft gesperrt

| Industrie Industrie

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen möglicherweise nicht rechtmäßig hergestelltem und vermarktetem Wein, ist eine beträchtliche Menge an Rebensaft behördlich gesperrt worden. Betroffen seien rund sechs Millionen Liter aus dem Lager der rheinhessischen Kellerei sowie einige hunderttausend schon an Kunden gelieferte Liter, sagte ein Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA) am Dienstag in Koblenz. Bei dem Wein seien etwa Fragen offen, was Rebsorten und geografische Herkunft angehe oder, ob es Biowein sei oder nicht. Die Prüfung der Unterlagen laufe noch. Zuvor hatte die «Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

LUA-Weinkontrolleure hatten die seit Ende 2018 laufenden Ermittlungen der im Land zentral für Weinbausachen zuständigen Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ausgelöst. Sie richten sich unter anderem gegen zwei Winzer und den früheren Geschäftsführer der Kellerei. Die Behörde wirft der rheinhessischen Kellerei unter anderem vor, Weine aus unterschiedlichem Anbau verschnitten und als Weine aus Einzellagen und reinen Rebsorten verkauft zu haben. Auch sollen Bio- und Nicht-Bioweine vermischt worden sein. Es steht der Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und der Irreführung nach dem Wein- und Ökolandbaugesetz im Raum. Die Staatsanwaltschaft hatte Mitte Juli von einer Menge «in Richtung von einer Million Litern» gesprochen (Tageskarte berichtete). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Amtliche Lebensmittelkontrollen während Corona reduziert oder ausgesetzt

Eine bundesweite Umfrage des ARD-Politikmagazin "Report Mainz" bei allen zuständigen Landesbehörden hat ergeben, dass in 14 von 16 Bundesländern routinemäßige Lebensmittelkontrollen mit Beginn der Corona-Krise reduziert oder komplett eingestellt wurden.

Massive Frostschäden in Weinbergen an fränkischer Mainschleife

Erfrorene Traubenansätze, braune Weinblätter: Die Nachtfröste Mitte Mai haben in Frankens Weinbergen auf mehr als der Hälfte der Anbaufläche deutliche Spuren hinterlassen. Etwa 60 Prozent der Fläche sind geschädigt.

Erste Online-Weinmeile an Pfingsten ein Erfolg

Die Saale-Weinmeile in diesem Jahr ist wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, aber es gab eine Alternative: Statt wie sonst an Pfingsten mit Tausenden Gästen in Weingütern zu feiern, haben sich die Organisatoren etwas Neues einfallen lassen - via Internet.

DIHK: Fünf-Punkte-Plan für Aufschwung

Der DIHK hat vor den Beratungen der Koalition über ein Konjunkturpaket einen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt. Zum einen müssten Liquiditätsprobleme von Firmen überbrückt, zum anderen der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt werden.

Pommes-Flaute stellt Landwirte vor Probleme

Die wochenlange Schließung der Gastronomie hat dazu geführt, dass große Mengen an Fritten-Kartoffeln in den Lagern der Landwirte liegen bleiben. Etliche Erzeugerbetriebe säßen auf größeren Mengen Lagerware, die nun nicht mehr abfließen könnten, heißt es in einem Bericht des NRW-Umweltministeriums.

Expedia Group: 275 Millionen US-Dollar Corona-Unterstützung

Die Expedia Group stellt 275 Millionen US-Dollar bereit, um Partner dabei zu unterstützen, sich von den Auswirkungen der Pandemie zu erholen und die Branche wiederzubeleben. Der Großteil davon entfällt auf Marketing-Kredite und finanzielle Unterstützung.

Frankfurter Buchmesse soll als Sonderedition im Herbst stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Aber sie wird anders aussehen als bisher. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

Messebauer befürchten Massenentlassungen in Veranstaltungsbranche

Angesichts des monatelangen Verbots für Messen und Großveranstaltungen rechnet die Branche mit einer großen Entlassungswelle. Nach rund vier Monaten ausgefallener Messen und Veranstaltungen drohe im Juni eine große Kündigungswelle, so der Branchenverband.

Zu wenige Erntehelfer - Spargel wird teilweise auf Feldern bleiben

Den Spargel- und Erdbeerbauern fehlen Erntehelfer. Viele Hilfskräfte aus Osteuropa sind aus Angst vor der Corona-Pandemie zu Hause geblieben. Das «königliche Gemüse» wird in diesem Jahr zum Teil einfach draußen liegen bleiben.

Bierknappheit: In Mexiko-Stadt darf wieder gebraut werden

Die Biervorräte in Mexiko gehen zur Neige - bald könnten sie wieder aufgefüllt werden. Ab dem ersten Juni könne in Mexiko-Stadt nach knapp zwei Monaten erstmals wieder Bier gebraut werden. Mexiko ist der viertgrößte Produzent und größte Exporteur von Bier der Welt.