Millionen Liter Wein wegen Ermittlungen um verschnittenem Rebensaft gesperrt

| Industrie Industrie

Im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen möglicherweise nicht rechtmäßig hergestelltem und vermarktetem Wein, ist eine beträchtliche Menge an Rebensaft behördlich gesperrt worden. Betroffen seien rund sechs Millionen Liter aus dem Lager der rheinhessischen Kellerei sowie einige hunderttausend schon an Kunden gelieferte Liter, sagte ein Sprecher des Landesuntersuchungsamtes (LUA) am Dienstag in Koblenz. Bei dem Wein seien etwa Fragen offen, was Rebsorten und geografische Herkunft angehe oder, ob es Biowein sei oder nicht. Die Prüfung der Unterlagen laufe noch. Zuvor hatte die «Allgemeine Zeitung» darüber berichtet.

LUA-Weinkontrolleure hatten die seit Ende 2018 laufenden Ermittlungen der im Land zentral für Weinbausachen zuständigen Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ausgelöst. Sie richten sich unter anderem gegen zwei Winzer und den früheren Geschäftsführer der Kellerei. Die Behörde wirft der rheinhessischen Kellerei unter anderem vor, Weine aus unterschiedlichem Anbau verschnitten und als Weine aus Einzellagen und reinen Rebsorten verkauft zu haben. Auch sollen Bio- und Nicht-Bioweine vermischt worden sein. Es steht der Verdacht des banden- und gewerbsmäßigen Betrugs und der Irreführung nach dem Wein- und Ökolandbaugesetz im Raum. Die Staatsanwaltschaft hatte Mitte Juli von einer Menge «in Richtung von einer Million Litern» gesprochen (Tageskarte berichtete). (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Fachzeitschrift Wein + Markt haben herausragende Weinfachhändler für ihre besonderen Leistungen in Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege mit dem Fachhandelspreises 2026 geehrt.

Nach zähen Verhandlungen bringt die Regierung eine Zuckersteuer auf den Weg. Das soll nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch neue Rezepturen für Limo und Co.

Pressemitteilung

Die vierte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Ab sofort können sich Interessierte aus Handel und Gastronomie ihr Ticket für die beiden Messetage am 28. Februar und 1. März 2027 sichern. Für zusätzliche Vorfreude sorgt dabei der aktuelle Anmeldestand der Ausstellenden zu Mitte Oktober 2026: Die Fläche ist bereits zu über 80 Prozent ausgebucht!

Asien-Pazifik verfügt erstmals über mehr Messegelände mit mindestens 100.000 Quadratmetern Innenausstellungsfläche als Europa. Weltweit weist die neue Untersuchung des Messeverbands UFI 45,2 Millionen Quadratmeter Ausstellungsfläche aus.

Die deutsche Weinernte dürfte 2026 unter dem mehrjährigen Durchschnitt bleiben. Während die Mengenprognosen von Destatis und Deutschem Weininstitut unterschiedlich ausfallen, erwarten die Winzer nach DWI-Angaben „Spitzenqualitäten“.

Die deutschen Winzer erwarten „Spitzenqualitäten“, aber eine kleinere Weinernte als in den beiden Vorjahren. Das Deutsche Weininstitut schätzt den bundesweiten Ertrag auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Metro Deutschland testet gemeinsam mit Omnivore Recycling ein Verfahren zur Verwertung unvermeidbarer Lebensmittelabfälle. Larven der Schwarzen Soldatenfliege sollen daraus Biomasse für Futtermittel und organischen Dünger erzeugen.

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.