NRW-Brauereien produzieren 2025 erneut weniger alkoholhaltiges Bier

| Industrie Industrie

Die Bierproduktion in Nordrhein-Westfalen ist im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge gesunken. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden in 31 Brauereien mit mindestens 20 Beschäftigten insgesamt 15,0 Millionen Hektoliter alkoholhaltiges Bier gebraut. Das entspricht einem Rückgang von 4,1 Prozent beziehungsweise 636.000 Hektolitern im Vergleich zum Jahr 2024.

Absatzwert alkoholhaltigen Bieres sinkt im Jahresvergleich deutlich

Nach Angaben von IT.NRW verringerte sich auch der Absatzwert des alkoholhaltigen Bieres. Dieser sank im Jahr 2025 nominal um 5,0 Prozent beziehungsweise 82,1 Millionen Euro auf 1,56 Milliarden Euro. Gegenüber dem Jahr 2015 ging die Produktionsmenge um 16,0 Prozent zurück, während der Absatzwert um 9,9 Prozent anstieg.

Alkoholfreies Bier erreicht 2025 höchsten Produktionsstand seit zehn Jahren

Die Produktion von alkoholfreiem Bier und alkoholfreien Biermischgetränken entwickelte sich gegenläufig. Laut Mitteilung wurden in 22 Brauereien insgesamt 1,32 Millionen Hektoliter produziert. Das sind 10,2 Prozent beziehungsweise rund 123.000 Hektoliter mehr als im Vorjahr und zugleich der höchste Stand der vergangenen zehn Jahre.

Der Absatzwert alkoholfreier Produkte stieg nominal um 12,8 Prozent auf 164,4 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2015 erhöhte sich die Produktionsmenge um 31,3 Prozent, der Absatzwert um 91,4 Prozent.

Rein rechnerisch entfielen laut IT.NRW im Jahr 2025 auf jede volljährige Person in Nordrhein-Westfalen 100 Liter alkoholhaltiges sowie knapp neun Liter alkoholfreies Bier.

Nordrhein-Westfalen steigert Anteil an bundesweiter Bierproduktion leicht

Auch bundesweit sank die Produktion von alkoholhaltigem Bier. Nach vorläufigen Ergebnissen wurden in Deutschland laut IT.NRW insgesamt 68,1 Millionen Hektoliter mit einem nominalen Absatzwert von 6,4 Milliarden Euro hergestellt. Das entspricht einem Rückgang der Produktionsmenge um 5,9 Prozent und des Absatzwertes um 3,3 Prozent.

Die Produktion alkoholfreier Biere stieg hingegen um 6,9 Prozent auf 6,2 Millionen Hektoliter, der Absatzwert legte um 14,7 Prozent auf 695,5 Millionen Euro zu.

Der Anteil Nordrhein-Westfalens an der bundesweiten Bierproduktion erhöhte sich laut Mitteilung leicht auf 22,0 Prozent beim alkoholhaltigen Bier und 21,4 Prozent beim alkoholfreien Bier (2024: 21,6 Prozent beziehungsweise 20,8 Prozent).

Regierungsbezirk Arnsberg bleibt größter Produktionsstandort in NRW

Der größte Teil der Bierproduktion entfiel weiterhin auf den Regierungsbezirk Arnsberg. Dort wurden laut IT.NRW60,9 Prozent des alkoholhaltigen Bieres sowie 89,3 Prozent der alkoholfreien Produkte hergestellt. Es folgen der Regierungsbezirk Düsseldorf mit Anteilen von 20,4 Prozent beim alkoholhaltigen und 6,2 Prozent beim alkoholfreien Bier.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.

Das VDP-Weingut St. Antony kombiniert 2026 Weinverkostungen mit akustischen Erlebnissen. Mit der Silent Disco Weinprobe in Nierstein und einem technischen StudioTalk in Mainz-Gonsenheim werden neue Wege in der Weinvermittlung beschritten.

Die schottische Brauerei Brewdog hat die Beratungsgesellschaft AlixPartners beauftragt, um neue Investoren zu gewinnen oder einen vollständigen Verkauf vorzubereiten. Davon könnten die weltweit vier Brauereien, die rund 70 Bars sowie die bekannten Marken wie Punk IPA betroffen sein.

Der Schweizer Hersteller Franke Coffee Systems nutzt die Fachmesse Intergastra in Stuttgart für die Deutschlandpremiere seiner neuen A-Linie. Die Modellreihen A600 und A800 lösen die bisherige Generation ab und richten sich an Betriebe in der Gastronomie, Hotellerie und im Außer-Haus-Markt.

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen eine stabile Produktion zuckerhaltiger Erfrischungsgetränke in Deutschland, während Light-Produkte Zuwächse verzeichnen.

Die Fachmesse Intergastra hat ihren Status als zentraler Treffpunkt für das Gastgewerbe untermauert. Rund 80.000 Fachbesucher besuchten das Stuttgarter Messegelände, um sich über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu informieren.

Die Intergastra 2026 in Stuttgart präsentiert sich als Schaufenster für die Zukunft der Hospitality-Branche. Von innovativen Startup-Konzepten, über neue Wege in der Nachwuchsförderung, bis hin zu automatisierten Verpflegungslösungen bietet die Messe einen umfassenden Überblick über die aktuellen Entwicklungen, die Tageskarte.io in einer großen Bildergalerie zeigt.