Nudeln kommen in Europa meist aus Italien

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Italien ist der mit Abstand größte Nudelproduzent der Europäischen Union. Im Jahr 2025 wurden dort rund 4,2 Millionen Tonnen Teigwaren hergestellt. Das waren 69 Prozent der gesamten europäischen Produktion von 6,1 Tonnen, wie das Statistische Bundesamt unter Berufung auf Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte. 

Spanien folgt mit 379.000 Tonnen oder 6 Prozent auf Platz zwei, Deutschland kommt mit gut 304.000 Tonnen auf Platz drei. Das entspricht 5 Prozent der in Europa hergestellten Nudeln. Im Vergleich zum Vorjahr mit knapp 290.000 Tonnen war das ein Anstieg. Berichtet wurde die verkaufte Produktionsmenge von ungekochten Teigwaren. 

Eiernudel bleibt deutsche Spezialität 

Hierzulande wurden demnach immer noch überdurchschnittlich viele Nudeln mit Ei hergestellt, nämlich 46 Prozent der Gesamtmenge. Im klassischen Nudelland Italien enthielten nur 17 Prozent der Pasta Ei. In Spanien waren es nur 2 Prozent der Menge.

Aber auch in Deutschland ist die Eiernudel auf dem Rückzug. Laut früheren Angaben des Bundesamts werden seit 2023 hierzulande mehr Nudeln ohne Eier produziert als solche, die Eier enthalten. Trotz des allgemein zunehmenden Nudelkonsums ist die Produktion der deutschen Eiernudel innerhalb von zehn Jahren um mehr als ein Viertel zurückgegangen.

Nudeln schlagen Kartoffeln in Deutschland

Besonders treue Kunden sind die Menschen in Deutschland, deren Pro-Kopf-Konsum von Nudeln sich seit 1990 auf 10,1 Kilogramm mehr als verdoppelt hat, wie der Verband der deutschen Getreideverarbeiter und Stärkehersteller feststellt. Laut einer Meinungsumfrage des Instituts Yougov essen knapp zwei Drittel aller Deutschen (63 Prozent) mindestens einmal in der Woche ein Nudelgericht.

Im Dreier-Vergleich Nudeln-Kartoffeln-Reis nennen 46 Prozent der Befragten Nudeln als ihr liebstes Lebensmittel, 39 Prozent entscheiden sich für Kartoffeln und 12 Prozent für Reis. Jüngere Menschen entscheiden sich dabei noch eindeutiger für die Teigware, während sogenannte Boomer mehrheitlich (50 Prozent) die Kartoffel bevorzugen. 

Häufig verbinden die Konsumentinnen und Konsumenten mit Nudeln schnelle und praktische Mahlzeiten, berichtet Yougov. Schnelle Sättigung und gemeinsames Essen mit der Familie sind weitere genannte Assoziationen. Tatsächlich können getrocknete Nudeln leicht und schnell mit vorgekochten Convenience-Produkten wie Saucen zubereitet werden. Auch wächst dem Industrieverband zufolge das Angebot an Frischnudeln im Kühlregal. (dpa)


 

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