Österreichs Brauereien klagen über Dauerbelastung durch Gastro-Lockdown

| Industrie Industrie

Österreichs Brauwirtschaft ist vom verlängerten Lockdown der Gastronomie und Hotellerie bis Anfang Januar 2021 massiv betroffen. „Uns als zentrale Lieferanten schmerzt jeder Tag, an dem wir unsere äußerst wichtigen Absatzmärkte nicht bedienen können“, betont Sigi Menz, Obmann des Verbandes der Brauereien Österreichs. 

„So begrüßenswert die Entlastung der Gastronomie auch ist, so wichtig wäre es, seitens der Bundesregierung endlich die Dauerbelastung der Lieferanten und hier vor allem der Bierbrauer zu beenden. Wir brauchen ein Aussetzen der Biersteuer für das erste Halbjahr 2021, wenn wir nicht in Kauf nehmen wollen, dass in den nächsten Monaten viele Brauereien in Österreich von der Bildfläche verschwinden. Das ist kein frommer Wunsch ans Christkind, sondern eine dringliche Bitte im Namen der österreichischen Brauer.“

Schon im Sommer - für die Brauwirtschaft die wichtigste Saison - sei man mit erheblichen Umsatzeinbußen konfrontiert gewesen. Nun falle die Wintersaison, zusätzlich verschärft durch das Ausbleiben von Touristen sowie die gänzlich stillgelegte Veranstaltungs- und Eventszene, komplett aus. 

„Mit einer jährlichen Steuerleistung von rund 700 Millionen Euro sind wir eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft und generieren mit jedem Job in einer Brauerei 17 weitere Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, führt Menz aus. „Genau darum geht es jetzt. Es geht um den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie der österreichischen Bier- und Genusskultur in all ihren Facetten. Was wir dafür jetzt brauchen sind rasche, unbürokratische Unterstützungsmaßnahmen, die unmittelbar bei unseren Brauereien ankommen“, so Menz abschließend.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Intergastra 2026 präsentiert mit dem Format Fokus Hotel eine Plattform für Innovationen im Hotelmanagement. Im Zentrum stehen Nachhaltigkeit, digitales Design und zukunftsfähige Apartment-Konzepte sowie der fachliche Austausch zwischen Hoteliers und Architekten.

Die 25. Nord Gastro & Hotel in Husum thematisiert die Chancen von KI und nachhaltigem Wirtschaften. Über 250 Aussteller präsentieren Innovationen für die Hospitality-Branche, ergänzt durch die erstmalige Verleihung der NordGast Awards und ein Fachprogramm.

Das Bonner Familienunternehmen Verpoorten blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Mit einer Jubiläumsedition, neuen Sorten und einer groß angelegten Kampagne feiert die Destillerie den Fortbestand der Marke in der sechsten Generation.

Der Fleischwarenkonzern Smithfield Foods kauft die traditionsreiche Marke Nathan’s Famous für 450 Millionen US-Dollar und sichert sich damit dauerhaft die Rechte an den weltbekannten Hotdogs mit dem Wettessen auf Coney Island.

Liköre bleiben mit großem Abstand das beliebteste Segment auf dem deutschen Spirituosenmarkt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs behauptet die Warengruppe ihre Spitzenposition. Aktuelle Daten beleuchten die Konsumgewohnheiten und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Branche.

Anfang Januar 2026 fand die zweite Ausgabe des EUROVINO Days an der Messe Karlsruhe statt. Das Talk- und Networking-Format bot den zahlreichen Anwesenden aus Weinerzeugung und -vermarktung sowie Handel, Gastronomie und Presse die Möglichkeit, im Rahmen einer Keynote und zwei anschließenden Talkrunden die Expertise hochrangiger und erfahrener Spezialistinnen und Spezialisten aus der Branche zu hören und Erkenntnisse daraus zu ziehen.

Im Dry January sind sie besonders gefragt, aber längst nicht nur dann: alkoholfreier Wein und Sekt. Die Kategorie alkoholfrei ist eine der am schnellsten wachsenden Gattungen im Getränkebereich. Über Trends, Verfahren und Geschmack.

Deutlich weniger Bock auf Bier. Dieser Marktentwicklung müssen sich viele Brauer stellen. Den Verbrauchern werden neue Produkte serviert, in einigen Fällen auch höhere Preise.

Als eine der ersten deutschen Großbrauereien legt Veltins Zahlen für 2025 vor. Von einer Biermarktkrise ist die Rede. Bei der Privatbrauerei im Hochsauerland ist die Stimmung aber gut.

Sie gestalten die Zukunft der Hospitality-Branche – und nicht nur das. Die Emerging Professionals in Consulting (EPiCs) führen den FCSI in ein neues Zeitalter: digitaler, vernetzter und kollaborativer denn je. Nur die intensive Zusammenarbeit von erfahrenen und jungen Mitgliedern auf Augenhöhe kann den Weg in eine gelingende Zukunft weisen.