Messeabschluss in Stuttgart: Intergastra 2026 verzeichnet 80.000 Fachbesucher

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Die Fachmesse Intergastra hat ihren Status als zentraler Treffpunkt für das Gastgewerbe untermauert. Rund 80.000 Fachbesucher besuchten das Stuttgarter Messegelände, um sich über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zu informieren. Ein deutlicher Zuwachs war dabei bei den Teilnehmern und Ausstellern aus Bayern und Hessen zu verzeichnen.

Fokus auf die Gemeinschaftsverpflegung und Schulessen

Ein inhaltlicher Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe lag auf der Gemeinschaftsverpflegung. Mit der Sonderschau Klasse(n)essen – LunchLab reagierten die Veranstalter auf den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten. Im Rahmen eines Schulverpflegungskongresses und eines Kommunaltages wurden Themen wie Nachhaltigkeit, Finanzierung und digitale Lösungen für Großküchen diskutiert.

Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, erläutert die strategische Ausrichtung: „Die Intergastra 2026 zeigt, wie sich Messen wandeln müssen, um relevant zu bleiben: Wir schaffen thematische Milieus, die Orientierung bieten, Austausch fördern und konkrete Lösungen für die Praxis liefern. Unser Anspruch ist es, die Branche nicht nur abzubilden, sondern aktiv mitzugestalten.“

Innovationen und neue Plattformen für Start-ups

Mit der Newfood X Now feierte eine neue Plattform für Innovationen ihre Premiere. Rund 50 junge Unternehmen präsentierten dort neue Produkte für die Lebensmittelwirtschaft. Mark Leinemann, Präsident des Verbandes Crowdfoods, sieht in der Kombination aus Messe und Konferenz eine wichtige Schnittstelle: „Dies bot Startups die Möglichkeit, sich der Gastronomie- und Lebensmittelbranche zu präsentieren und neue Geschäftskunden zu gewinnen. Gleichzeitig boten Startup-Expo und Innovationkonferenz den Fachbesuchern frische Inspirationen, neue Lösungen und Produkte.“

Ergänzt wurde das Angebot durch den Food & Concept Court, der als Raum für Vernetzung und Wettbewerbe diente. Unter anderem wurde dort das Finale des Burger Battles ausgetragen, das Tobias Flohr für sich entschied. Finnische Unternehmen präsentierten zudem als Gastländer kulinarische Spezialitäten ihrer Region.

Handwerk und Nachwuchsförderung im Blickpunkt

Für das Konditoreihandwerk bot die thematische Zusammenfassung mit den Bereichen Kaffee und Vending wichtige Anlaufpunkte. Klaus Vollmer, Landesinnungsmeister des Konditorenverbandes Baden-Württemberg, bewertete die Bündelung der Themen als bewährtes Konzept für den fachlichen Austausch.

Parallel dazu widmete sich das Young Talents Camp gezielt dem Branchennachwuchs. Jugendliche konnten sich dort direkt mit Vertretern aus Management, Küche und Service vernetzen. Handwerkliche Präzision stand zudem bei der Pizza Europa Liga im Vordergrund, bei der internationale Teilnehmer in verschiedenen Kategorien gegeneinander antraten.

Positive Resonanz bei den Branchenverbänden

Der Dehoga Baden-Württemberg zieht eine positive Bilanz der fünf Messetage. Dr. Hans-Ulrich Kauderer, Vorsitzender des Verbandes, sieht wachsende Zuversicht bei den Betrieben: „Die starke Besucherresonanz und die sehr positive Stimmung auf der Intergastra haben gezeigt: Der Optimismus in unserer Branche wächst. Die Messe kam für die Betriebe genau zum richtigen Zeitpunkt, und das breite, innovative Angebot, das die Aussteller präsentiert haben, war perfekt für alle, die ihr Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln wollen. Nach fünf erfolgreichen Messetagen in Stuttgart steht fest: In Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung rücken nach schwierigen Jahren jetzt wieder die Chancen in den Fokus.“

Synergien mit der Gelatissimo und Ausblick auf 2028

Erneut fand zeitgleich die Eisfachmesse Gelatissimo statt. Viele Besucher nutzten die Kombination beider Veranstaltungen, um Konzepte für die Saisonverlängerung in Eiscafés zu finden. Die nächste Intergastra ist für den Zeitraum vom 12. bis 16. Februar 2028 geplant. Dann wird auch die Olympiade der Köche wieder als Teil des Programms nach Stuttgart zurückkehren.


 

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