Winzer rechnen mit größerer Weinernte

| Industrie Industrie

Die deutschen Weinbaubetriebe rechnen im laufenden Jahr mit einer besseren Ernte als im Vorjahr. 8,2 Millionen Hektoliter Weinmost bedeuten eine Steigerung um 5 Prozent im Vergleich zur schwachen Ernte im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage von Schätzungen mitteilte.

Die Menge liegt aber noch knapp 3 Prozent unter dem Mittelwert der vergangenen sechs Jahre. Erneut entfallen gut zwei Drittel der Menge (69 Prozent) auf weißen Most, und ein knappes Drittel soll zu Rotwein verarbeitet werden. 

Verluste in einigen Gebieten

Auf die beiden größten Anbaugebiete Pfalz und Rheinhessen entfiel zusammen gut die Hälfte der Weinernte, sie gehören in diesem Jahr aber zu den mengenmäßigen Verlierern. Auch die Winzer im benachbarten Rheingau holen weniger Trauben in die Keller. In allen anderen Anbaugebieten wie Baden, Mosel, Württemberg, Franken und Saale-Unstrut sind die Erntemengen im Vergleich zum Vorjahr teils deutlich gestiegen.

Unter den Rebsorten legten vor allem Weiß-, Grau- und Spätburgunder zu. Auch die beliebteste deutsche Rebsorte Riesling bringt rund 3 Prozent mehr Ertrag. Geringere Mostmengen wurden für Müller-Thurgau und Dornfelder erwartet. Die Angaben beruhen auf Schätzungen mit dem Stichtag 20. September. 

Trotz teils widriger Ernteumstände spricht das Deutsche Weininstitut im rheinhessischen Bodenheim von einem «tollen Weinjahrgang». (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 15. Oktober 2025 öffnet das 370GRAD Pop-Up erstmals seine Türen in München. Von 13 bis 20 Uhr erwartet die Besucher in der Kustermann Eventlocation am Viktualienmarkt ein Tag voller Inspiration, Networking und frischer Ideen für die Hospitality.

Die PALUX AG, Hersteller von Großküchentechnik, hat das im Dezember 2024 eingeleitete Eigenverwaltungsverfahren abgeschlossen. Mit der Beendigung des gerichtlichen Verfahrens lässt die Gruppe die Insolvenz hinter sich und kann wieder eigenständig agieren.

Statt Geld gibt es bei Walder-Bräu Bier für die «Bürgeraktionäre»: Während die Bierbranche ächzt, hat eine kleine Brauerei in Oberschwaben ihren ganz eigenen Weg gefunden. Wie die kleine Brauerei mit einem ganz eigenen Modell überlebt.

Zum Weltvegetariertag rückt eine umstrittene Alternative in den Fokus: Fleisch, das nicht von Tieren stammt, sondern im Labor gezüchtet wird. Forschende sehen darin die einzige echte Chance auf Steak und Co. ohne Tierleid – doch Akzeptanz und Zulassung sind noch offen.

Pressemitteilung

Die Vorfreude ist groß: Vom 7. bis 11. Februar 2026 öffnet die INTERGASTRA, Leitmesse für Hotellerie und Gastronomie, auf der Messe Stuttgart wieder ihre Tore. Schon jetzt ist die Stimmung in der Branche voller Erwartung. Die INTERGASTRA 2026 wird schneller, digitaler und kompakter – mit noch mehr Live-Erlebnissen und Networking-Möglichkeiten.“

Neue YouGov-Daten belegen eine anhaltende Verschiebung im deutschen Biermarkt für den Heimkonsum. Während der Konsum alkoholhaltiger Biere weiter schrumpft, gewinnen alkoholfreie Alternativen massiv an Bedeutung. Das Wachstum in diesen Segmenten kann den Negativtrend im Gesamtmarkt jedoch nicht vollständig ausgleichen.

Ungewöhnlich früh reife Trauben und dann langanhaltender Regen: Viele Winzer in den 13 deutschen Weinbaugebieten mussten sich in diesem Jahr beeilen. Das Deutsche Weininstitut rechnet dennoch mit einem «tollen Weinjahrgang».

Großinvestment im kanadischen Gemeinschaftsverpflegungsmarkt: Mit einer 12-Millionen-Euro-Investition baut Apetito seine Produktionsstätte in Ottawa aus. Das Unternehmen ist mittlerweile in neun Ländern aktiv.

Bereits sechs Monate vor dem Start verzeichnet die Internorga 2026 eine starke Buchungslage. Über 90 Prozent der Ausstellungsfläche sind bereits belegt. Die Veranstaltung findet vom 13. bis 17. März in Hamburg statt.

Die Prädikatsweingüter in Deutschland spüren die Weinkrise weniger stark als viele anderen Winzer. Warum, erklärt VDP-Präsident Christmann.