Zukunft des Hamburger Fischmarkts ungewiss

| Industrie Industrie

Die Zukunft des traditionsreichen Hamburger Fischmarkts ist weiter ungewiss. Die Bezirksversammlung Altona hat am Donnerstagabend mit einer Mehrheit aus Grünen und CDU einen von SPD und FDP vorgelegten Rettungsplan für den Fischmarkt abgelehnt, teilte ein Sprecher der Bezirksversammlung am Freitag mit.

«Es ist nicht zu fassen: Grüne und CDU in der Bezirksversammlung Altona haben erneut einen Plan zur Rettung einer der berühmtesten Hamburger Sehenswürdigkeiten abgeblockt», sagte Wolf Achim Wiegand, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender, dem «Hamburger Abendblatt». «Die Koalition der Bedenkenträger verhält sich fantasielos und bürokratisch.»

Das sozialliberale Konzept hätte dagegen ein «Königsweg» zum Überleben der «berühmten Hamburgensie» sein können. Dieses hatte unter anderem spätere Öffnungszeiten sowie Hygieneregeln vorgesehen, die sich nicht an den Besucherzahlen aus der Vor-Corona-Zeit orientieren sollten, sondern an den Vorgaben großer Hamburger Wochenmärkte wie etwa dem Isemarkt. Vor der Versammlung hatten zahlreiche Händler für eine Öffnung des Marktes demonstriert.

Mitte März war der Kult-Markt wegen der Ausbreitung des Coronavirus zum ersten Mal in 300 Jahren Marktgeschichte abgesagt worden. Seitdem müssen Touristen und Hamburger sonntagmorgens auf den traditionellen Fischmarkt an der Elbe verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Jägermeister stemmt sich gegen die flaue Nachfrage nach Hochprozentigem: Trotz weltweit rückläufiger Spirituosenmärkte habe sich das Unternehmen gegen den Trend behauptet und Marktanteile gewonnen, wie die Mast-Jägermeister SE in Wolfenbüttel mitteilte.

Der französische Konzern Groupe SEB streicht weltweit 2100 Stellen, um auf sinkende Gewinne im Jahr 2025 zu reagieren. Besonders betroffen sind auch Werke und Arbeitsplätze in Deutschland: An drei Traditionsstandorte ist zudem geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern einzustellen.

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.