Baden-Württemberg verlängert Corona-Hilfe für Hotels und Gastronomen

| Politik Politik

Die sogenannte Corona-Stabilisierungshilfe für Hotels und Gastronomen im Südwesten wird bis zum Jahresende verlängert. Zudem können künftig auch Betriebe einen Antrag stellen, die nicht mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit dem Hotel- oder Gastronomiebetrieb erzielen, beschloss die Landesregierung am Dienstag. Künftig reicht ein Anteil von mindestens 30 Prozent. Das soll zum Beispiel Bäckereien mit Cafés helfen.

«Mit dem sich abzeichnenden Ende der Außengastronomie- und Feriensaison stehen viele Betriebe vor schwierigen Herbst- und Wintermonaten», sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Anträge können nun bis zum 20. November gestellt werden. Bislang hätte Ende September Schluss sein sollen. Als Förderzeitraum konnte bisher außerdem maximal die Zeit bis Ende November herangezogen werden, nun kommt der Dezember noch hinzu.

Es sei richtig und wichtig, das Sofortprogramm an die in den vergangenen Wochen gemachten Erfahrungen anzupassen, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU). Bei gutem Wetter seien die Menschen draußen aktiv. Vor Begegnungen in geschlossenen Räumen hätten viele aber noch großen Respekt.

Die Stabilisierungshilfe können Betriebe und Selbstständige beantragen, die wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Sie erhalten wie bislang für einen Zeitraum von drei Monaten einmalig bis zu 3000 Euro plus 2000 Euro für jeden Vollzeit-Beschäftigten. Für Betriebe, die nur zwischen 30 und 50 Prozent ihres Umsatzes im Hotel- oder Gastro-Bereich erzielen, gibt es bis zu 2000 Euro plus 1000 Euro für jeden Vollzeit-Beschäftigten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

EU-Staaten wollen gemeinsame Corona-Daten für Reisebeschränkungen

Die EU-Staaten machen Fortschritte bei einer besseren Koordinierung der Corona-Reisebeschränkungen. Wie aus einem Bericht hervorgeht, gibt es große Unterstützung für den Vorschlag, die EU-Gesundheitsagentur mit dem Aufbau einer Datenbasis zu beauftragen.

Bundesregierung bessert bei Überbrückungshilfe nach

Die Bundesregierung bessert in der Corona-Krise bei der finanziellen Unterstützung von kleinen und mittelständischen Firmen nach. Überbrückungshilfen werden bis Jahresende fortgesetzt, die Personalkostenpauschale auf 20 Prozent verdoppelt.

Beschlüsse gegen Einwegplastik im Bundestag

Die EU hat es beschlossen, nun setzt Deutschland es um: Ab Mitte 2021 sollen Plastik-Strohhalme, -Besteck und andere Wegwerfartikel aus Kunststoff aus den Läden und in der Gastronomie verschwinden. Der Bundestag soll jetzt die Beschlüsse fassen.

Bundesregierung will Kurzarbeitergeld verlängern

Wegen der andauernden Corona-Pandemie hat die Bundesregierung den Weg für eine Verlängerung des konjunkturellen Kurzarbeitergeldes frei gemacht. Laut dem Gesetzesentwurf des Kabinetts soll die Bezugszeit für das Kurzarbeitergeld auf bis zu 24 Monate verlängert werden, maximal bis Ende 2021. 

SH: SPD unterstützt Forderung nach dauerhaft reduzierter Mehrwertsteuer

Steuer dauerhaft senken und Kredite in Zuschüsse umwandeln - darüber denken Gastgewerbe und SPD in Schleswig-Holstein nach. Vielen Betrieben droht die Schuldenfalle. Über den Umsatzerfolg können dabei wenige Kilometer entscheiden.

München prüft Alkoholverbot auf der Theresienwiese

Normalerweise fließt Ende September beim Oktoberfest das Bier in Strömen - jetzt könnte es auf der Theresienwiese ein Alkoholverbot geben. Die Stadtverwaltung prüfe derzeit eine entsprechende Regelung für den Samstag, an dem eigentlich das Oktoberfest beginnen sollte.

Disko-Verband will mit Politik über Konzept für Club-Öffnung reden

Der Bundesverband deutscher Diskotheken- und Tanzbetriebe will mit einem speziellen Konzept die Wiedereröffnung von Clubs in Corona-Zeiten ermöglichen. Darin sind Abstands- und Hygieneregeln, Kapazitätsbeschränkungen und angepasste Lüftungen inklusive spezieller Filter vorgesehen.

"Maske auf. Sonst Lokal zu": Neue Corona-Kampagne in Berlin soll sensibilisieren

Kneipengänger und Restaurantbesucher zum Einhalten der Corona-Regeln zu bringen, ist eine mühsame Daueraufgabe - Berlins Wirtschaftsverwaltung versucht es mit Humor. Statt auf den erhobenen Zeigefinger setzt eine neue Kampagne auf eingängige Sprüche.

DIHK-Präsident begrüßt Ende der pauschalen Reisewarnung

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat das geplante Auslaufen der pauschalen Reisewarnung begrüßt. Lokale Infektionslagen könnten besser berücksichtigt werden - mit Blick auf Geschäftsreisen ebenso wie bei touristischen Reisen.

Österreich verschärft Corona-Regeln auch für Hotels und Restaurants

Nach einem Anstieg der Corona-Ansteckungszahlen verschärft Österreich die Maßnahmen wieder. Service-Mitarbeiter in Hotellerie und Gastronomie müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Speisen und Getränke in Innenbereichen dürfen nur noch an Sitzplätzen serviert werden.