DEHOGA fordert konkrete Öffnungsperspektiven für das Gastgewerbe

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Mit Blick auf den nächsten Bund-Länder-Gipfel hat der DEHOGA Bundesverband seine Forderung nach konkreten Öffnungsperspektiven bekräftigt. „Von dem Treffen der Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen mit der Bundeskanzlerin am 3. März erwarten wir einen klaren Fahrplan mit verbindlichen und nachvollziehbaren Kriterien, wann, was und wie unter welchen Voraussetzungen wieder möglich ist“, erklärt DEHOGA-Präsident Guido Zöllick.

Das Gastgewerbe erwartet dabei Gleichbehandlung mit anderen Branchen. „Eine Fortsetzung der Politik nach dem Motto 'Ihr bleibt zu, um die übrige Wirtschaft geöffnet zu halten' und damit einen Lockdown des Gastgewerbes als Dauerzustand, akzeptieren wir nicht“, sagt Zöllick.

Öffnungen und Lockerungen dürften nicht zu Ausweichreaktionen führen, die die heimische Gastronomie und Hotellerie benachteiligten. Die Voraussetzungen für die Öffnungsschritte sollten bundesweit einheitlich definiert werden. Es müssten Perspektiven für alle Betriebstypen geschaffen werden.

Aufgabe der Politik sei es, jetzt alles dafür zu tun, dass die Betriebe keinen Tag länger als gesundheitspolitisch geboten geschlossen blieben. Zöllick: „Wir erwarten dafür deutlich mehr Tempo und Professionalität bei den Impfungen. Gleiches gilt für eine effektive Schnellteststrategie. 

Restaurants und Hotels hätten während der Öffnungen von Frühjahr bis Herbst bewiesen, dass sie strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen entwickeln und erfolgreich umsetzen können. Auch laut der jüngsten Veröffentlichung des RKI weise das Gastgewerbe kein relevantes Infektionsgeschehen auf. So ist das Ansteckungsrisiko gerade bei Zusammenkünften im Freien und in Hotels niedrig. „Restaurants und Hotels sind keine Pandemietreiber, sondern sichere Orte“, so Zöllick weiter. „Wir sind die Branche der Gastfreundschaft.“ Die Gesundheit der Gäste, Mitarbeiter und Unternehmer habe höchste Priorität.

84 Prozent der Betriebe drängen laut der jüngsten Verbandsumfrage auf eine Öffnung vor Ostern. „Das Gastgewerbe befindet sich seit Beginn der Pandemie insgesamt sechs Monate im Lockdown. Verzweiflung und Existenzängste nehmen in der Branche dramatisch zu. Hotels und Restaurants brauchen dringend Perspektiven“, so Zöllick. Dabei plädiert der DEHOGA-Präsident für ein Umdenken auf dem Weg zu Lockerungen. „Wir begrüßen, dass seitens des RKI und auch zunehmend von der Politik von der strikten Ausrichtung der Corona-Maßnahmen an generellen Inzidenzwerten abgerückt wird und wie von uns gefordert weitere maßgebliche Kriterien wie Impfquote oder Auslastung des Gesundheitssystems zur Beurteilung des Infektionsgeschehen hinzugezogen werden.“

Um auf die existenzielle Notlage des Gastgewerbes aufmerksam zu machen und den Forderungen der Branche nach Öffnungsperspektiven Nachdruck zu verleihen, finden zu Wochenbeginn in ganz Deutschland kreative Aktionen der DEHOGA-Mitglieder statt – von Videobotschaften der Gastgeber, die ihre Gäste vermissen, über stille Mahnwachen und grün angestrahlte Betriebe bis hin zu gedeckten Tischen und gemachten Betten auf Marktplätzen und an besonderen Orten der Republik. Die öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen und Kampagnen werden regio-nal über die DEHOGA-Landesverbände gesteuert.

Zöllick betont: „Es geht uns nicht um eine Öffnung über Nacht, es geht uns um Verlässlichkeit und Planungssicherheit.“ Es sei an der Politik, jetzt gemeinsam mit dem DEHOGA mit Öffnungsperspektiven den Menschen und Unternehmen Wege aus dem Dauer-Lockdown aufzuzeigen und ein Zeichen der Hoffnung zu geben.


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