DEHOGA Hessen verleiht Orden für humanitäres Engagement gegenüber Flüchtlingen aus der Ukraine

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Im Rahmen eines Festakts hat der DEHOGA Hessen am Tag des Gastgewerbes am 5. September 2022 in Wiesbaden an 16 Persönlichkeiten den Orden für besonderes humanitäres Engagement gegenüber den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine verliehen. Die Präsidentin des Hessischen Landtags Astrid Wallmann würdigte in ihrem Grußwort das selbstlose Engagement der Ausgezeichneten als beispielgebend und großen Beitrag für die Gesellschaft.

Hotelunternehmerinnen und -unternehmer, Gastronominnen und Gastronomen, Mitglieder der orthodoxen Kirchengemeinde sowie russischstämmige freiwillige Helferinnen und Helfer rückte der DEHOGA Hessen in den Mittelpunkt der feierlichen Auszeichnung, zu der über 350 Gäste ins Kurhaus nach Wiesbaden kamen.

 

In ihrem Grußwort würdigte Landtagspräsidentin Astrid Wallmann den persönlichen Einsatz der Ordensträgerinnen und Ordensträger: „Die heute zu Ehrenden haben Vorbildliches geleistet. Sie haben nicht nur in einer schweren Zeit Mitmenschlichkeit gezeigt, sie haben ein Zeichen der gelebten Solidarität gesetzt und sie haben traumatisierten und verzweifelten Menschen in einem fremden Land Halt und Orientierung gegeben. Wie vielen Hessinnen und Hessen, die sich für die geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer einsetzen, danke ich Ihnen für Ihre vielfältige und aufopfernde Unterstützung. Sie leisten damit einen großen Beitrag für unser Land.“

Das sei Beispiel gebend und schaffe Vorbilder und Motivation gerade mit Blick auf den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. „Ich danke Ihnen allen für Ihren vielfältigen persönlichen Einsatz, gratuliere Ihnen zu Ihren Auszeichnungen und wünsche Ihnen und uns allen für die kommende Zeit genau das, wofür Sie stehen: gesellschaftlichen Zusammenhalt, Offenheit und Mitmenschlichkeit“, sagte die Landtagspräsidentin.

Der Fuldaer Hotelier und Vizepräsident des DEHOGA Hessen, Steffen Ackermann, der die Auszeichnungen vornahm, sagte: „Sie haben sich in einer persönlichen und herzanrührenden Weise um die Menschen gekümmert und ein starkes Zeichen der Mitmenschlichkeit und Gastfreundschaft gesetzt. Damit haben sie sich auch um den Ruf des Gastgewerbes, das selbst gerade durch die Corona-Pandemie krisengeschüttelt ist, verdient gemacht.“

Das Engagement der Ausgezeichneten sei vielfältig. In einigen Hotelbetrieben seien weiterhin Menschen aus der Ukraine untergebracht. Zeitweilig hätten sie in den ersten Wochen nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hunderte Geflüchtete erstversorgt, Ihnen eine sichere Zuflucht gewährt und erste Orientierung nach ihrer Flucht in einem fremden Land gegeben. Restaurants hätten über Wochen und Monate kostenlos Essen geliefert und Spenden gesammelt, Kleidung und Spielsachen für die Kinder. Es sei intensive Unterstützung bei der weiteren Wohnungsvermittlung, bei der Integration durch Beschäftigung oder auch der Suche nach Kindergartenplätzen geleistet worden.

Der Verband zeichnete auch vier freiwillige Helferinnen und Helfer aus, die mit den Betrieben eng zusammengearbeitet hätten. „Sie haben über Monate ihr eigenes Leben und ihre Berufe zurückgestellt und wurden Ansprechpartner für hunderte Geflüchtete, Hoteliers, Gastronomen und den Verband.“, würdigte Steffen Ackermann ihren außerordentlichen Einsatz. Dabei sei besonders auffallend, dass alle Helferinnen und Helfer russische Wurzeln haben oder selbst Russen sind. „Das ist ein ganz besonderes Symbol für Frieden und Völkerverständigung und macht deutlich, wie wegweisend Vorbilder in dieser Zeit sind.“

Der Orden wird im Jahr 2022 erstmals durch den Verband an Persönlichkeiten verliehen, die sich im Zeichen der Humanität, der selbstlosen Unterstützung in Not Geratener oder im Sinne der Völkerverständigung und des Friedens um den Ruf des Gastgewerbes als weltoffene Branche, Ort der Zuflucht und Helfer in der Not verdient gemacht haben.

Bereits am Mittag wurden fünf der ursprünglich für den Verbandsorden vorgesehen Persönlichkeiten durch die Hessische Landesregierung im Rahmen ihrer „Hessen lebt Respekt“-Kampagne als „Menschen des Respekts“ ausgezeichnet.

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