DEHOGA startet Kampagne zur Bundestagswahl

| Politik Politik

Drei Wochen vor der Bundestagswahl geht der Wahlkampf in seine heiße Phase – und auch das Gastgewerbe macht mobil. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hat eine Kampagne unter dem Motto „damit Alle gewinnen!“ ins Leben gerufen, um die politischen Anliegen des Gastgewerbes in den Fokus zu rücken.

Auf einer speziell eingerichteten Kampagnenwebsite stellt der Verband umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung. Dort finden Unternehmen und Unterstützer Vorlagen für Poster, Postkarten und Social-Media-Beiträge, mit denen sie auf die wichtigsten Forderungen der Branche aufmerksam machen können.

Zudem bietet die Plattform Fakten, Argumente und Mustertexte für den direkten Dialog mit Politikern, Medien und Gästen. Ziel ist es, die Bedeutung des Gastgewerbes für Wirtschaft und Gesellschaft hervorzuheben und notwendige politische Maßnahmen anzustoßen.

Im Mittelpunkt der Kampagne stehen zentrale Forderungen wie der reduzierte Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie, eine flexiblere Gestaltung der Wochenarbeitszeit sowie ein wirksamer Bürokratieabbau. „Jetzt ist die Zeit, gemeinsam zu handeln“, heißt es vonseiten des DEHOGA. Die Branche müsse geschlossen auftreten, um in der neuen Legislaturperiode entscheidende wirtschaftspolitische Weichenstellungen zu erreichen.

Die Kampagne versteht sich als Aufruf an Gastronomen und Hoteliers, ihre Stimme zu erheben und aktiv für ihre Belange einzutreten. Mit einer starken und vereinten Position will der Verband eine Politik mitgestalten, die Fairness, Entlastung und nachhaltige Lösungen für die Zukunft der Branche sichert.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Booking.com muss Kunden in Österreich nach der Buchung Name und ladungsfähige Anschrift privater Unterkunftgeber mitteilen. Der Oberste Gerichtshof hat die Revision der Plattform gegen die entsprechende Entscheidung der Vorinstanzen zurückgewiesen.

Die geplante Abschaffung des Rabattfreibetrags für Mitarbeiter ist im aktuellen Referentenentwurf zur Einkommensteuerreform nicht mehr enthalten. Zuvor hatten Verbände aus Hotellerie, Gastronomie und Touristik die Pläne kritisiert.

Die Wirtschaftskammer Österreich hat mit den Gewerkschaften GPA und vida einen neuen Kollektivvertrag für die Gastronomie und Hotellerie vereinbart. Ab Oktober steigen die Gehälter um durchschnittlich drei Prozent, ergänzt durch Einmalzahlungen und höhere Lehrlingseinkommen.

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil will den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiterrabatte von 1.080 Euro abschaffen. Der Deutsche Reiseverband kritisiert die Pläne und verweist auf die besondere Bedeutung vergünstigter Reiseleistungen für Beschäftigte der Branche.

Sekt oder Bier bei der Konfirmationsfeier oder der Jugendweihe: Das war seit Generationen üblich. Doch die Gefahren durch Alkohol werden inzwischen viel ernster genommen. Der Gesetzgeber reagiert.

Seit dem 12. August gelten erste Vorgaben der europäischen Verpackungsverordnung PPWR verbindlich. Für Hotels und Gastronomiebetriebe kann die eigene Marke auf Verpackungen zusätzliche Verantwortlichkeiten auslösen.

Deutschlands Arbeitgeber pochen auf eine Arbeitszeit-Reform. Sie wollen - aus ihrer Sicht endlich - eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. Der DGB warnt vor einem Rückfall ins 19. Jahrhundert.

Höhere Steuern und damit höhere Preise für Brot, Butter und Obst: Darauf zielt ein Vorschlag von Ökonom Clemens Fuest. Er will Einheitlichkeit bei der Mehrwertsteuer und im Gegenzug manche entlasten.

Ab 2027 plant Duisburg die Einführung einer Bettensteuer von drei Euro pro Nacht. Während die Stadt mit Einnahmen zur Haushaltskonsolidierung rechnet, kritisiert die Hotelbranche den zusätzlichen Aufwand und warnt vor Abwanderungseffekten.

Die Europäische Kommission will Mitgliedstaaten und Kommunen mit dem geplanten Affordable Housing Act zusätzliche Instrumente gegen Wohnungsdruck an die Hand geben. Ein Schwerpunkt des Vorhabens sind Maßnahmen im Zusammenhang mit Kurzzeitvermietungen wie Airbnb.