Digital Markets Act: Booking.com wohl vorerst kein “Gatekeeper”

| Politik Politik

Eine Gruppe von sieben großen Technologiefirmen wird gemäß dem EU-Digitalgesetz künftig als "Gatekeeper" eingestuft. Booking.com gehört voraussichtlich zunächst nicht zu diesen Unternehmen, geht, laut Agentur Reuters aber davon aus, die Kriterien im nächsten Jahr zu erfüllen.  "Gatekeeper" sind Plattformbetreiber, die eine bedeutende Marktstellung innehaben und daher ab März 2024 einer Reihe von Grundregeln folgen müssen.

Eine Gruppe von sieben großen Technologiefirmen wird gemäß dem EU-Digitalgesetz künftig als "Gatekeeper" eingestuft. Die EU-Kommission hat von Amazon, Apple, Microsoft, Samsung, Alphabet (Google), Meta (Facebook) und Bytedance (Tiktok) bestätigt bekommen, dass sie die erforderlichen Kriterien erfüllen. Thierry Breton, EU-Binnenmarktkommissar, verkündete diese Information am Dienstag. Booking.com gehört voraussichtlich zunächst nicht zu diesen Unternehmen, geht, laut Agentur Reuters aber davon aus, die Kriterien im nächsten Jahr zu erfüllen.

Markus Luthe, Chef des Hotelverbandes IHA in Deutschland, sagte dazu: "Die Luft wird dünn für Booking.com: Allein aufgrund der Corona-Nachwirkung wird das marktbeherrschende Hotelbuchungsportal in diesem Jahr voraussichtlich nicht mehr als Gatekeeper eingestuft werden. Das Unternehmen ist also gut beraten, die strengen Wettbewerbsregeln der DMA schon heute für sich zu beachten."

"Gatekeeper" sind Plattformbetreiber, die eine bedeutende Marktstellung innehaben und als Vermittler zwischen einer großen Nutzerzahl und Unternehmen fungieren. Der Digital Markets Act (DMA) legt fest, dass diese "Gatekeeper" ab März 2024 einer Reihe von Grundregeln folgen müssen. Zum Beispiel darf der Online-Marktplatz Amazon keine bevorzugte Darstellung eigener Produkte mehr vornehmen, sondern muss die Produkte anderer Händler gleich behandeln.

Die Smartphone-Hersteller Apple und Samsung müssen ihren Kunden gestatten, vorinstallierte Apps zu entfernen. Darüber hinaus sollen Nutzer Apps, die nicht im App Store angeboten werden, auf ihren Smartphones installieren können. Der Suchmaschinenbetreiber Google muss allen Unternehmen den gleichen Zugang zu seinen Kartendiensten gewähren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die NGG unterstützt die Empfehlungen der Rentenkommission zur Abschaffung des Sonderstatus von Minijobs. Der DEHOGA warnt dagegen vor erheblichen Folgen für rund 1,1 Millionen geringfügig Beschäftigte im Gastgewerbe.

Im Supermarkt greifen viele Menschen zu veganen oder vegetarischen Produkten. Bald müssen sie sich an neue Namen gewöhnen: Bestimmte Begriffe, die an Tiere denken lassen, sind dann nicht mehr erlaubt.

Das Bundesfinanzministerium hat einen Gesetzentwurf zur Erhöhung der Alkoholsteuer vorbereitet. Nach einem Medienbericht sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops ab dem 1. Januar 2027 um 20 Prozent höher besteuert werden.

Die Bundesregierung hat die Frist zur Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie verpasst. Nach derzeitiger Planung soll das Gesetz erst Anfang 2027 in Kraft treten, während Berichtspflichten und Auskunftsansprüche ab Juni 2028 greifen sollen.

Eine eigene Rentenkommission des Deutschen Gewerkschaftsbunds hat eine Alternative zu den Reformplänen der Regierung erarbeitet. Das Konzept verspricht ziemlich viel. Wie soll es finanziert werden?

Arbeiten bei mehr als 30 Grad, vielleicht sogar körperlich? Das ist nicht nur anstrengend, sondern kann auch gefährlich werden. Gewerkschaften setzen sich für mehr Schutz ein.

Mit Ernst Fischer verliert das deutsche Gastgewerbe eine seiner bedeutendsten Persönlichkeiten. Der langjährige Präsident und spätere Ehrenpräsident des DEHOGA Bundesverbandes ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Sein Wirken reicht weit über seine Amtszeit hinaus.

Die Diskussion um die mögliche Abschaffung oder deutliche Einschränkung von Minijobs wird derzeit mit erstaunlich vielen Emotionen geführt – und erstaunlich wenig über die eigentlichen Auswirkungen. Ein Kommentar von Marc Schnerr.

Die Rentenkommission hat eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Alterssicherung vorgelegt. Vom Renteneintrittsfenster bis zur Kapitalrente – das steckt hinter den ungewohnten Begriffen.

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.