DTV und Politik diskutieren Stand der Nationalen Tourismusstrategie

| Politik Politik

Sie ist das wohl wichtigste Projekt für die deutsche Tourismusbranche für das kommende Jahrzehnt – die Nationale Tourismusstrategie (Tageskarte berichtete). Beim Tourismuspolitischen Frühstück des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) regten die Tourismuspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktionen an, erste Punkte einer zukünftigen Strategie bereits jetzt in die Umsetzung zu bringen.

Sie sei eine historische Chance, zeigten sich die Bundespolitiker über die Fraktionsgrenzen hinweg einig. Dem schloss sich DTV-Präsident Reinhard Meyer an. Er betonte, dass die aktuell guten Zahlen der Branche nicht davon ablenken dürften, dass die Nationale Tourismusstrategie der Zukunftssicherung dient. „Funklöcher, fehlende Bahnanbindungen, Investitionsstau – und das alles verbunden mit einem wahren Förderdschungel. Wir müssen jetzt konkrete Maßnahmen benennen um auf den richtigen Weg zu kommen“, sagte Meyer vor den Anwesenden.

DTV-Geschäftsführer Norbert Kunz ergänzte, dass der Tourismus, wie kaum eine andere Branche, eine Friedensindustrie ist. Sie überwindet Grenzen, steht für Weltoffenheit und schafft Verständnis zwischen den Menschen.

Kunz kündigte zudem an, dass der DTV intensiv an konkreten Maßnahmenvorschlägen arbeite, die in den weiteren Prozess der Ausgestaltung einer Nationalen Tourismusstrategie einfließen sollen. Diesen Weg begrüßten die anwesenden Parlamentarier ebenso wie das Bundeswirtschaftsministerium und luden den DTV dazu ein, sich mit seiner Expertise inhaltlich in den Prozess einzubringen. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der DEHOGA kritisiert Pläne der Rentenkommission, den Sonderstatus von Minijobs künftig auf Schüler zu beschränken. Der Verband warnt vor erheblichen Folgen für die Personalplanung in Hotellerie und Gastronomie.

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat ein neues Landesgaststättengesetz beschlossen. Vorgesehen sind unter anderem längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie in künftig festzulegenden Ausgehvierteln.

Die Rentenkommission will beitragsfreie Minijobs künftig auf Schüler beschränken. Besonders das Gastgewerbe könnte von der geplanten Änderung betroffen sein: Jeder zweite Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie arbeitet auf Minijob-Basis.

München will die Vermietung von Ferienwohnungen künftig stärker kontrollieren. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat eine Registrierungspflicht beschlossen und weitere Änderungen bei der Zweckentfremdung von Wohnraum auf den Weg gebracht.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump. insbesondere fordert Monika Schnitzer die Rücknahme der Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie.

Die Chefin der «Wirtschaftsweisen» wirbt für einen Abbau von Subventionen. Steigende Preise und Kosten könnten nicht immer wieder abgefedert werden. Deutschland lebe auf Pump.

50 Cent extra pro Einwegbecher? Die Wirtschaft in Potsdam reagierte verärgert. Jetzt soll die Verpackungssteuer auf Einweggeschirr in der Landeshauptstadt später kommen als vorgesehen.

Der Entwurf zur Reform des Arbeitszeitgesetzes sorgt für Kritik aus Wirtschaft, Hotellerie und Politik. Streitpunkt sind vor allem die geplante Tarifbindung bei flexibleren Arbeitszeiten sowie die verpflichtende elektronische Zeiterfassung. Branchenvertreter des Gastgewerbes sind auf der Zinne.

Die Arbeitszeitregeln sollen gelockert werden, das hatten Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart. Wie sehr, ist noch offen. Ein erster Entwurf hält grundsätzlich am Achtstundentag fest.

Das Europäische Parlament hat neue Vorgaben für die Bezeichnung pflanzlicher Lebensmittel gebilligt. Während Begriffe wie „Veggie-Burger“ erlaubt bleiben sollen, könnten Bezeichnungen wie „Veggie-Hühnchen“ oder „veganer Speck“ künftig untersagt werden.