Erleichterter Zugang zu Kurzarbeit verlängert

| Politik Politik

Firmen und Beschäftigte mit Problemen wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erhalten weiter erleichterten Zugang zu Kurzarbeit. Das Bundeskabinett ließ am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) passieren. So werden die Sozialversicherungsbeiträge bis Ende des Jahres voll erstattet. Bisher sind Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld auf Betriebe begrenzt, die bis zum 30. September 2021 Kurzarbeit einführen, auch die Beiträge werden bisher nur bis zu diesem Datum voll erstattet.

Vom 1. bis 25. August hatten Unternehmen für 68 000 Menschen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Viele der Anzeigen gingen laut Bundesagentur für Arbeit nicht mehr auf die Corona-Krise zurück. Laut Verordnung brauchen von der langen Dauer der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen stark belastete Unternehmen jedoch weiter einen erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld und eine Entlastung bei den Sozialversicherungsbeiträgen - insbesondere in der Unterhaltungsbranche, im Einzelhandel, in der Reise- und Tourismusbranche sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe. Das gilt zum Beispiel, wenn Unternehmen auch nach Lockerungen kurzfristig erneut Kurzarbeit einführen müssen.

Arbeitsminister Hubertus Heil sagte: «Kurzarbeit hat in der Krise geholfen. Über zwei Millionen Arbeitsplätze wurden gesichert, es ist die stabilste Brücke über ein tiefes wirtschaftliches Tal.» Die Zahl der Kurzarbeiter sei zwar zurückgegangen, sagte der SPD-Politiker im RTL/ntv «Frühstart» weiter. Aber es gebe Branchen, die hart getroffen seien, das Veranstaltungsgewerbe etwa. «Man darf nicht am falschen Ende sparen.» Die Verlängerung führt zu Mehrausgaben der Bundesagentur für Arbeit von rund 1,2 Milliarden Euro. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

2G oder 3G? Was in welchem Bundesland gilt

Immer mehr Bundesländer für das 2G-Modell als Option oder verpflichtend ab bestimmen Warnstufen ein. Eine wöchentlich aktualisierte Infografik zeigt auf einen Blick welche Regelungen wo gelten und dass die Beschlusslage weiterhin einem Flickenteppich gleicht.

Italien schreibt allen Beschäftigten Impfung oder Corona-Tests vor

Als erstes Land in Europa schreibt Italien künftig allen Beschäftigten im privaten und öffentlichen Bereich Impfungen oder negative Corona-Tests vor, um ihrer Arbeit nachzugehen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi beschloss am Donnerstag, den «Grünen Pass» umfangreich auszuweiten.

Kanzler Kurz: Bei steigenden Corona-Zahlen Après-Ski nur für Geimpfte

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz verspricht eine sichere Skisaison. Falls sich die Corona-Situation weiter verschärft, würden nur noch Geimpfte Zugang zu Après-Ski-Lokalen erhalten, kündigte er in einem Interview mit der Funke Mediengruppe (Samstag) an.

Gewerkschaftsstudie: Vor allem Frauen profitieren von 12 Euro Mindestlohn

Von einem Mindestlohn von 12 Euro, wie ihn SPD und Grüne in ihren Wahlprogrammen fordern, könnten nach Berechnungen der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung Frauen überdurchschnittlich profitieren. Und das nicht nur im Gastgewerbe.

Baden-Württemberg fordert bundesweite Testpflicht für ungeimpfte Mitarbeiter

Baden-Württemberg macht sich für eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten und Selbstständigen ohne Impf- oder Genesenennachweis stark, wenn sie im Publikumsverkehr, zum Beispiel in der Gastronomie oder in Hotels, tätig sind.

DEHOGA Wahlcheck zur Bundestagswahl 2021: Welche Partei steht an der Seite der Hoteliers und Gastronomen?

Am 26. September 2021 entscheiden die Bürger mit darüber, wer künftig in Deutschland Regierungsverantwortung trägt. Der DEHOGA hat die Parteien befragt, wie sie sich zu Themen, die das Gasgewerbe betreffen positionieren. Die Ergebnisse fasst eine Wahlcheckliste zusammen.

Baden-Württemberg will bundesweite Testpflicht für Beschäftigte mit Außenkontakt

Baden-Württemberg macht sich für eine bundesweite Testpflicht von Beschäftigten und Selbstständigen ohne Impf- oder Genesenennachweis stark, wenn sie im Publikumsverkehr tätig sind. So zum Beispiel in der Gastronomie.

Jeder Fünfte gegen Privilegien für Geimpfte und Genesene

Immer öfter heißt es bei Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten oder im Restaurant: nur für Geimpfte und Genesene. Die meisten Deutschen sind vollständig geimpft und haben kein Problem damit. Doch eine Minderheit von 20 Prozent findet das laut einer Umfrage nicht gut.

Berlin ändert 2G-Regel: Kinder unter zwölf Jahren dürfen wieder in Restaurants

Auf Ungeimpfte kommen auch in Berlin immer mehr Einschränkungen zu. Doch wie genau das aussehen soll - darüber gibt es heftige Debatten. In der Hauptstadt wurden die Regeln für den Herbst nach heftigen Protesten geändert. Kinder unter zwölf Jahren dürfen wieder in Restaurants.

Bundeskabinett verlängert erleichterten Zugang zu Kurzarbeit

Firmen und Beschäftigte mit Problemen wegen der anhaltenden Corona-Pandemie erhalten weiter erleichterten Zugang zu Kurzarbeit. Das Bundeskabinett ließ am Mittwoch eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) passieren.