Mecklenburg-Vorpommern verschärft Quarantäneregelung für Reiserückkehrer

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Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen die häusliche Quarantäne in Mecklenburg-Vorpommern künftig erst durch einen zweiten negativen Test auf das Virus verkürzen können. Bei Einreise aus einem solche Gebiet solle ein erster Test genommen werden, nach fünf bis sieben Tag dann ein zweiter, kündigten Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin an. Erst wenn zwei Tests negativ seien, könne die Quarantäne beendet werden.

Die verschärfte Quarantäneregelung soll den Angaben zufolge von diesem Donnerstag an gelten. Das Land geht demnach in Vorleistung bei den Kosten für die Tests. Schwesig betonte, dass die Corona-Pandemie weiterhin gefährlich bleibe, dies würden die jüngsten Ausbrüche im Land zeigen.

Welche Staaten als Risikogebiete mit einer erhöhten Infektionsgefahr gelten, legt die Bundesregierung mit dem Robert Koch-Institut (RKI) in einer Liste fest. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner gegeben hat. In der jüngsten Version reicht die Liste von Afghanistan und Ägypten über die USA bis zur Zentralafrikanischen Republik. Auch das EU-Land Luxemburg steht drauf.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Montag angekündigt, dass sich Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten künftig auf das Virus testen lassen müssen. Er will eine entsprechende Pflicht anordnen. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein. Die Bundesregierung rief die Bürger zu einem verantwortungsbewussten Handeln gerade auch im Urlaub auf, um die zuletzt gestiegenen Infektionszahlen wieder zu drücken. Die entsprechende Verordnung soll voraussichtlich in der nächsten Woche in Kraft treten. (dpa)


 

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