Nahostkonflikt: Zypern übernimmt Lohnkosten für Hotelangestellte

| Politik Politik

Mit gezielten Hilfen für den Tourismussektor hat die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern ein Maßnahmenpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Nahostkonflikts geschnürt. Präsident Nikos Christodoulidis erklärte bei einer Fernsehansprache, dass der Staat im April 30 Prozent der Löhne von Beschäftigten in Hotels und touristischen Unterkünften übernehme, die im kommenden Monat öffnen.

Hintergrund ist, dass einige Hoteliers wegen eines Rückgangs der Buchungen ihre Öffnungen später als üblich geplant hatten. Zudem soll ein spezieller Plan Fluggesellschaften unterstützen, um die Anbindung an wichtige Herkunftsmärkte für Touristen zu sichern; Details dazu nannte Christodoulidis zunächst nicht.

Das Paket sieht auch Entlastungen bei Lebensmitteln und Hilfen für Bauern vor: Von April bis Ende September 2026 entfällt die Mehrwertsteuer auf Fleisch, Geflügel und Fisch. Für April und Mai übernimmt der Staat jeweils 15 Prozent der Kosten für Düngemittel und weitere landwirtschaftliche Betriebsmittel.

Zypern ist der EU-Staat, der der Krisenregion im Nahen Osten geografisch am nächsten liegt; die Insel liegt nur etwa 150 bis 250 Kilometer von Israel und dem Libanon entfernt. Anfang März traf eine Drohne iranischer Bauart den britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Akrotiri bei Limassol und verursachte leichten Schaden. Frankreich, Griechenland und andere EU-Staaten verlegten daraufhin Marineeinheiten und Luftabwehrsysteme nach Zypern. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Kennzeichnung der Tierhaltung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Der Hotelverband Deutschland plant mit „IHA Inside 2026“ ein Branchentreffen am Nürburgring. Auf dem Programm stehen Fachvorträge, Wettbewerbe und ein begleitendes Rahmenangebot.

Ein Verbändebündnis warnt vor einer Ausweitung der Tierhaltungskennzeichnung auf verarbeitete Lebensmittel und die Gastronomie. Die Verbände befürchten steigende Preise für Verbraucher und einen bürokratischen Mehraufwand für die Betriebe.

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Gesetzes Tierhaltungskennzeichnung vorgelegt. Ziel ist laut Entwurf eine grundlegende Reform und Ausweitung der Kennzeichnungspflichten, insbesondere auf die Außer-Haus-Verpflegung wie Restaurants, Kantinen und Imbisse.

Das lange geplante staatliche Tierhaltungslogo für Fleisch soll nach Plänen des Bundesagrarministeriums im nächsten Jahr mit mehreren Änderungen eingeführt werden - und zwar außer in Supermärkten auch in Restaurants und Kantinen.

Sandra Warden arbeitet seit fast 25 Jahren beim DEHOGA Bundesverband. Dort verantwortet sie als Geschäftsführerin die Bereiche Arbeitsmarkt und Tarifpolitik. In der aktuellen Darstellung der Bundesgeschäftsstelle auf der Website des Verbandes wird sie derzeit nicht aufgeführt. Auf Anfrage von Tageskarte zu den Änderungen reagiert der Verband knapp.

50 Cent extra für Einwegbecher & Co.: Die Verpackungsteuer in Potsdam sorgt für Riesen-Ärger. Verbände warnen vor Unmut beim Verbraucher wegen Preissprüngen und hohem Bürokratie-Aufwand.

Google steht unter Druck: Die von Künstlicher Intelligenz betriebenen Chatbots werden zunehmend zur Konkurrenz. Brüssel will dem Wettbewerb nicht im Weg stehen - im Gegenteil.

Der DEHOGA und weitere Wirtschaftsverbände kritisieren die geplante steuerfreie 1.000-Euro-Prämie. Sie sehen darin eine zusätzliche Belastung für Unternehmen in einer angespannten wirtschaftlichen Lage.

Der Dehoga Niedersachsen warnt vor massiven Schäden für das Gastgewerbe durch angekündigte Streiks im Nah- und Luftverkehr während der Hannover Messe. Verbandspräsident Breuckmann kritisiert den Zeitpunkt der Maßnahmen und fordert eine schnelle Einigung der Tarifparteien.