Sachsen-Anhalt: DEHOGA-Präsident bezeichnet Corona-Beschluss als «Frechheit»

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Der DEHOGA Sachsen-Anhalt hat die Einigung von Bund und Ländern über die Verlängerung des Corona-Kontaktverbots scharf kritisiert. Der Beschluss sei für die Branche «eindeutig enttäuschend», sagte der Präsident von Dehoga Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, der Deutschen Presse-Agentur. «Dass die Gastronomie in den Beratungen offenbar gar kein Thema war, ist eine Frechheit.» Dehoga gehe inzwischen davon aus, dass die Gastronomie von allen Branchen am schwersten von der Corona-Krise getroffen wird.

Der Verband habe auf Lockerungen gehofft, zumindest aber auf eine Perspektive für die Zeit nach dem nun bis zum 3. Mai verlängerten Kontaktverbot, sagte Schmidt. Viele ältere Gastronomen würden nun erwägen, ihre Geschäfte gar nicht erst wieder aufzumachen. Schmidt kritisierte darüber hinaus, dass etwa Ladengeschäfte unter bestimmten Bedingungen schon am Montag wieder öffnen dürfen sollen. «Was der Unterschied zwischen der Ansteckungsgefahr in einem Laden mit 800 Quadratmetern und einem gleichgroßen Restaurant ist, erschließt sich mir nicht.» Auch die Hotels und Gaststätten hätten ein Hygiene-Konzept erarbeiten können, sagte der Hotelier.

Am Mittwoch hatten sich die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder auf eine grundlegende Verlängerung des Kontaktverbots bis zum 3. Mai geeinigt. Ausgenommen davon sind Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern sowie Auto- und Fahrradläden. Für Restaurants und Hotels sind hingegen zunächst keine Lockerungen geplant. Das Kabinett soll den Beschluss am Donnerstag mit einer neuen Landesverordnung umsetzen. (dpa)


 

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