Südtirol lockert Corona-Auflagen für Hotels und Gastronomie

| Politik Politik

Die italienische Region Südtirol gilt derzeit als „gelbe Zone“. Deswegen werden dort die Corona-Auflagen gelockert. Für Gäste in Restaurants oder Hotels bedeutet das, dass sie nun keinen Corona-Pass mehr benötigen. Allerdings dürfen weiterhin nur bis zu vier Personen an einem Tisch sitzen. Die Sperrstunde für die Gastronomiebetriebe bleibt weiterhin auf 23 Uhr. 

Zwischen den Personen, die nicht im selben Haushalt leben, muss ein Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten werden, außer es sind geeignete Trennvorrichtungen zwischen den Personen angebracht. Der Verzehr an der Theke ist weder stehend noch sitzend erlaubt. Für Restaurants ist eine Reservierung erforderlich.

Sowohl für das Personal der Gastronomiebetriebe als auch für die Gäste gilt die Pflicht, eine FFP2-Maske zu tragen. Mitarbeiter wie auch Gäste, welche den CoronaPass Südtirol vorweisen können, dürfen anstelle der FFP2-Maske eine chirurgische Maske tragen. Nur am Tisch sitzend können die Gäste auf das Tragen der Maske verzichten. Die Verwendung von Alltagsmasken, wie z. B. Stofftücher oder nicht CE-zertifizierte Stoffmasken, ist in geschlossenen Räumen der Gastronomie nicht mehr erlaubt.

Bereits seit Freitag, 21. Mai 2021, müssen die Gäste der Beherbergungsbetriebe beim Check-in keine Impf-, Genesungs- oder Testbescheinigung, den sog. CoronaPass Südtirol, mehr vorweisen. Ein gültiger CoronaPass Südtirol muss in den Beherbergungsbetrieben jedoch weiterhin für die Nutzung der Dienstleistungen, d. h. für die Nutzung von Hallenbädern, Wellnessbereichen und gemeinschaftlichen Fitnessräumen vorgewiesen werden.

Hallenbäder, Wellness- sowie Thermalanlagen mit Innenbereich dürfen ebenfalls wieder öffnen. Hier ist jedoch ein negatives Testergebnis oder ein Nachweis über eine Genesung oder Impfung notwendig. Touristen haben die Möglichkeit, sich in diversen Einrichtungen in über 100 Gemeinden kostenlos testen zu lassen.

Auch Stadien und Sportanlagen sind wieder geöffnet, allerdings ist dort nur ein Viertel der eigentlichen Zuschauerzahl erlaubt. Wie suedtirolnews.it berichtet, soll die Ausgangssperre ab 23.00 Uhr zunächst noch bestehen bleiben. Ab dem 7. Juni soll sie auf 0.00 Uhr verschoben werden und ab dem 21. Juni komplett fallen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der europäische Dachverband der Hotels, Restaurants und Cafés, Hotrec, hat, mit einer breiten Allianz europäischer Wirtschaftsvertreter an das Europäische Parlament appelliert, auf neue Vorgaben für Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz zu verzichten. Statt neuer Gesetze wird ein zukunftsorientierter Ansatz gefordert.

Die geplante Senkung der Mehrwertsteuer für die Gastronomie steht vor der finalen Abstimmung im Bundesrat. Das Land Niedersachsen knüpft seine Zustimmung an die Bedingung, dass eine Pflicht zur digitalen Bezahlung eingeführt wird.

Die Gewerkschaft NGG und der DEHOGA Rheinland-Pfalz stecken in festgefahrenen Tarifverhandlungen. Der DEHOGA wirft der NGG vor, Lohnsteigerungen für 100.000 Beschäftigte mit realitätsfernen Forderungen zu blockieren und die schwierige Wirtschaftslage der Betriebe zu missachten. Der Branchenverband fordert eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch.

Der Nationale Normenkontrollrat hat sein Maßnahmenpaket zum Bürokratieabbau aktualisiert. Mehrere der 77 konkreten Vorschläge entsprechen langjährigen Forderungen des Gastgewerbeverbands DEHOGA und zielen auf eine deutliche Entlastung bei Arbeitsrecht und Arbeitsschutz ab.

Die Tarifverhandlungen für das Hotel- und Gaststättengewerbe in Rheinland-Pfalz befinden sich in einer kritischen Phase. Während der Arbeitgeberverband DEHOGA Rheinland-Pfalz ein mehrstufiges Angebot für Gehaltswachstum vorlegt, kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk Südwest dieses als „Mogelpackung“.

Nahtloser Einstieg statt Hängepartie: Das sächsische Innenministerium hat einen Erlass verabschiedet, der den Berufseinstieg von ausländischen Azubis und Studierenden vereinfacht. Vom Verband gibt es dafür Lob.

Der Bayerische Landtag hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, der Städten und Gemeinden in Bayern ab Januar 2026 die Einführung eigener Einweg-Verpackungssteuern untersagt. Das Verbot schränkt die kommunalen Handlungsmöglichkeiten in diesem Bereich ein.

In der EU bleibt die Zukunft von Namen wie «Tofu-Wurst», «Soja-Schnitzel» oder «Veggie-Burger» für vegetarische Produkte zunächst offen. Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments konnten sich nach intensiven Verhandlungen in Brüssel zunächst nicht auf neue Vorgaben einigen. Die Entscheidung wurde auf einen späteren Zeitpunkt vertagt. 

Beim Kauf von Koteletts soll künftig auch ein amtliches Siegel über die Zustände in den Ställen informieren. Der Start verzögert sich weiter. Für eine Ausdehnung gibt es nun aber ein Datum. Das verpflichtende Logo soll auch für die Außer-Haus-Verpflegung in Restaurants und Gaststätten greifen. 

Sternekoch Alexander Herrmann tritt bei der Kommunalwahl 2026 als CSU-Kandidat für den Kreistag Kulmbach an. Der bekannte Gastronom steht auf dem 50. und damit letzten Listenplatz.