Vor Impfgipfel: Arbeitgeberpräsident fordert bessere Impfstrategie

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Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag eine bessere Strategie gefordert. Dulger sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Es ist gut und richtig, dass es nun einen Impfgipfel geben wird. Denn es war ja seit Monaten erkennbar, dass es einer möglichst bundesweit abgestimmten Impfstrategie bedarf.» Diese sei aber weder mit den Parlamenten noch mit der Wirtschaft abgestimmt. «Das halten wir nach wie vor für ein Defizit.» Dieser Zustand führe auch automatisch zu Diskussionen innerhalb der Bevölkerung, aber auch bei den Betrieben.

«Die Anpassung unserer Impfstrategie und die Steigerung der Impfgeschwindigkeit ist ein zentraler Wettbewerbsvorteil. Hier müssen wir besser werden», sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. »Wir bewältigen diese Krise nur, wenn wir konsequent durchimpfen. Damit das gelingt, muss der Staat aber auch mehr Vertrauen schaffen, indem er über die Chancen einer Impfung informiert und indem er auch Vorbild ist. Hier könnten sich die Bundeskanzlerin oder der Bundespräsident öffentlich impfen lassen als vertrauensstärkendes Signal.»

Die Arbeitgeber könnten bei den Impfungen unterstützend mitwirken, wenn Betriebsärzte Beschäftigten impfen lassen könnten, so Dulger. «Denn eines ist doch klar: nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Politik und Wirtschaft können wir diese Krise gut und möglichst schnell bewältigen.»

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) berät am Montag mit den Ministerpräsidenten bei einem Impfgipfel über die Lage. Wackelige Lieferungen des knappen Impfstoffes, dauerbesetzte Termin-Hotlines und leerstehende Impfzentren hatten für Ärger und politischen Streit gesorgt. (dpa)


 

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