Wirtshauskultur-Verein gegen Negativtests für Außengastronomie

| Politik Politik

Im Fall einer baldigen Öffnung der Außengastronomie hat der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) gefordert, dort auf die Pflicht für Negativ-Coronatests zu verzichten. «Wer abends in den Biergarten möchte, muss dafür ein negatives Testergebnis vorweisen können», sagte VEBWK-Geschäftsführerin Ursula Zimmermann. «Gerade in ländlichen Gebieten ist dies jedoch problematisch.» Apotheken böten Corona-Testungen oftmals nur wenige Stunden pro Tag an und seien oft ausgebucht. Testzentren gebe es meist nur in der Stadt.

«Wer verpflichtende Tests verlangt, muss dafür auch die Kapazitäten schaffen. Die Wirte werden schon aus organisatorischen Gründen sicherlich keine kostenintensiven Tests anbieten. Zumal die Selbsttests auch oftmals gar nicht akzeptiert werden», kritisierte die Geschäftsführerin. «Österreich ist hier definitiv Vorreiter. Auch dort wird in vielen Bereichen ein Negativtest verlangt, jedoch stehen dort zahlreiche Teststationen und -straßen, auch im ländlichen Raum, den ganzen Tag lang für eine Testung zur Verfügung.»

Zimmermann sagte auch: Nach monatelangen Zwangsschließungen und zahlreichen Pannen bei der Auszahlung der staatlichen Hilfen sei die von Ministerpräsident Markus Söder verkündete Öffnung der Außenbereiche in der Gastronomie «endlich ein positives Zeichen für diese so stark betroffenen Branche».


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Testpflicht, Events, Feiern: Sachsen lockert ab Montag

Sachsen setzt mit seiner neuen Corona-Schutzverordnung auf stufenweise Lockerungen der Beschränkungen. Voraussetzung: Die Infektionszahlen bleiben weiter niedrig. Ab dem 14. Juni bis zunächst Ende des Monats gelten neue Regeln.

Testpflicht für Gäste in Restaurants und Hotels – Aktueller Stand und Forderungen

Für den Besuch der Außengastronomie müssen die Gäste in vielen Bundesländern keinen Negativtest mehr vorzeigen. In der Innengastronomie und bei der Nutzung von Hotels, ist dagegen meist ein Test notwendig. Der DEHOGA hat eine bundesweite Übersicht erstellt und fordert die Abschaffung der Testpflicht.

Bundestag verlängert Pandemie-Notlage

Der Bundestag hat die «epidemische Lage von nationaler Tragweite» wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie dient als rechtliche Grundlage für Corona-Regelungen etwa zu Impfungen und Testkosten.

Neuer Fonds soll Pauschalreisen absichern

Bei der Pleite des Reiseriesen Thomas Cook musste der Staat eingreifen und Urlaubern ihre Anzahlungen teilweise erstatten. Ein neues Gesetz nimmt die Veranstalter jetzt in die Pflicht und soll Verbraucher besser schützen.

Reisesicherungsfonds für Kundengelder beschlossen

Der Bundestag hat den neuen Reisesicherungsfonds auf den Weg gebracht. Somit sei der Verbraucherschutz der Kunden umfassend sichergestellt und die Unternehmen der Reisewirtschaft hätten jetzt Planungssicherheit, erklärte der DRV:

Geteiltes Branchenecho zur Verlängerung der Corona-Wirtschaftshilfen

Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Aus der Branche kommt ein geteiltes Echo. Insbesondere die zeitliche Beschränkung der Überbrückungshilfe bis zum 30. September 2021, stößt teils auf scharfe Kritik. 

Hotels in Hamburg dürfen wieder alle Zimmer anbieten

Der Hamburger Senat lockert Corona-Auflagen. Hotels können nun wieder alle Betten anbieten. Es dürfen sich bis zu zehn Personen im Freien treffen und auch die Prostitution ist wieder erlaubt – unabhängig davon ob sich genügend Gäste oder Freier finden lassen.

Hotels und Pensionen in Brandenburg öffnen wieder für Touristen

Hotels, Pensionen, Thermen und Saunen haben geöffnet: Einem Urlaub in Brandenburg steht kaum noch etwas im Wege. Nur eines könnte schwierig werden - viele Zimmer sind ausgebucht.

Digitaler Corona-Impfnachweis: Was bisher bekannt ist

Impfnachweis per App? Das ist jetzt möglich. Aber wie bekommt man ihn? Und wo? Und kann man damit jetzt reisen? Das neue digitale Dokument wirft viele Fragen auf - hier steht, was bisher bekannt ist.

10 bis 20 Prozent: DEHOGA-Nordrhein ermuntert Restaurants zu Preiserhöhungen

Der Hotel- und Gaststätten-Verband DEHOGA Nordrhein ermuntert seine Mitgliedsbetriebe nach Medienberichten, die Wiedereröffnung als Chance für Preiserhöhungen zu nutzen. «Es sollte in der Gastronomie einen Preisanstieg von 10 bis 20 Prozent geben, sagt Geschäftsführer Christoph Becker.