AccorHotels nutzt Biometrie fürs Marketing

| Technologie Technologie

Geht es um die Nutzung biometrischer Daten in der Reisebranche, handelt es sich meistens um Sicherheitsmaßnahmen wie Software zur Gesichts- oder Iriserkennung. Dadurch können zum Beispiel Passagiere ihre Gates erreichen, ohne ihren Pass vorzuzeigen. Eine etwas andere Form der Nutzung kommt laut Skift nun bei AccorHotels zum Einsatz, um die Fusion des eigenen Treueprogramms mit denen von Raffles, Swissotel und Fairmont zu vermarkten. 

Potenzielle AccorHotels-Gäste können dazu ihre eigenen Biometrie-Tests per Handy oder PC durchführen, um so zu erfahren, wohin sie reisen und welches Hotel sie auswählen sollen. So soll das sogenannte Seeker-Programm nicht nur erkennen, an was die Urlauber gerade denken, sondern auch, was sie gerade fühlen.


Für die Tests wird die Webcam oder die Kamera eines Smartphones genutzt, um die Herzfrequenz und den Puls einer Person zu messen. So soll herausgefunden werden, welche Art von Reisender der Nutzer ist. Dazu werden zum Beispiel heiße und kalte Destinationen verglichen und die Reaktion der Person gemessen.  

Bei der Durchführung der Tests arbeitet das Unternehmen mit Mike Manh von der Kreativagentur The Mill zusammen. So soll sichergestellt werden, dass die wissenschaftliche Basis der Tests auch korrekt ist. Biometrie sei zwar sehr genau und zuverlässig, erklärte der Entwickler. Da sie jedoch zum ersten Mal zur Erkennung von Reisepräferenzen eingesetzt werde, gebe es allerdings keine langfristigen Studien als Beweis. 

Das mit dem ersten Mal ist natürlich ein wenig geflunkert. Expedia und die Tourismusorganisation von Hawai hatten mit "Discover Your Aloha" bereits vor zwei Jahren eine Kampagne aufgelegt, die ebefalls die Kameras in Computern und Smartphones nutzte, um Reiseempfehlungen zu geben.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sich in der deutschen Wirtschaft innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt. Eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigt, dass bereits 36 Prozent der Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern KI nutzen.

Booking Holdings, der Mutterkonzern von Booking.com, setzt verstärkt auf sogenannte Agentic AI, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Das Ziel: eine KI, die nicht nur Fragen beantwortet, sondern eigenständig die gesamte Reise organisiert – inklusive automatischer Updates bei Verspätungen.

Intelligente Beleuchtung, sprachgesteuerte Assistenten und sogar Roboter-Butler – die Hotellerie setzt verstärkt auf Technologie, um den Aufenthalt für Gäste komfortabler zu gestalten. Doch eine neue Studie enthüllt: Viele Reisende sind von den smarten Funktionen überfordert.

Kundenzufriedenheit ist längst mehr als eine hübsche Kennzahl im Reporting. Sie ist das Rückgrat jedes erfolgreichen Unternehmens. Wenn Menschen begeistert sind von einem Service oder Produkt, dann erzählen sie auch im Freundeskreis davon.

Marriott International treibt eine mehrjährige digitale und technologische Transformation voran. Dabei stehen auch die Entwicklung und der Einsatz von KI-Agenten im Fokus, um repetitive Aufgaben zu automatisieren und die Mitarbeiter zu entlasten.

Das Alpbachtal in Tirol startet ein Pilotprojekt, bei dem in 24 Beherbergungsbetrieben digitale Sprachassistenten eingesetzt werden. Mit dem Projekt „Alpbachtal Voice Concierge“ soll die Gästebetreuung durch die Automatisierung von Routineanfragen optimiert werden.

Die Circus SE, ein spezialisiertes Unternehmen für KI-Software und Robotik, kooperiert zukünftig mit dem Facility-Services-Anbieter Secura. Ziel der strategischen Partnerschaft ist es, die autonom arbeitenden Ernährungssysteme von Circus bei weiteren Großkunden von Secura zu etablieren - dazu zählen unter anderem Shell, General Electric, Thyssenkrupp und Audi.

Eine neue Studie enthüllt, welche Plattformen bei Firmen wirklich punkten. Während eine alte Bekannte an der Spitze steht, verliert ein anderer Social-Media-Riese deutlich an Boden.

Deutschland hat sich bei der Digitalisierung im EU-Vergleich wieder etwas verbessert und belegt nun unter den 27 Mitgliedstaaten den 14. Platz. Im Vorjahr lag Deutschland noch auf Rang 16, hatte in den Jahren 2021 bis 2023 aber auch schon bessere Werte erzielt.

Pressemitteilung

In Hotels, Pflegeeinrichtungen oder kommunalen Gebäuden bleibt Energiesparen trotz moderner Technik oft Stückwerk – weil die Systeme nicht miteinander kommunizieren. Ob Raumbelegung, Fensterstatus oder Wunschtemperatur: Die Daten liegen meist in verschiedenen Anwendungen vor, sind nicht vernetzt – und führen so zu unnötigem Energieverbrauch.