AccorHotels nutzt Biometrie fürs Marketing

| Technologie Technologie

Geht es um die Nutzung biometrischer Daten in der Reisebranche, handelt es sich meistens um Sicherheitsmaßnahmen wie Software zur Gesichts- oder Iriserkennung. Dadurch können zum Beispiel Passagiere ihre Gates erreichen, ohne ihren Pass vorzuzeigen. Eine etwas andere Form der Nutzung kommt laut Skift nun bei AccorHotels zum Einsatz, um die Fusion des eigenen Treueprogramms mit denen von Raffles, Swissotel und Fairmont zu vermarkten. 

Potenzielle AccorHotels-Gäste können dazu ihre eigenen Biometrie-Tests per Handy oder PC durchführen, um so zu erfahren, wohin sie reisen und welches Hotel sie auswählen sollen. So soll das sogenannte Seeker-Programm nicht nur erkennen, an was die Urlauber gerade denken, sondern auch, was sie gerade fühlen.


Für die Tests wird die Webcam oder die Kamera eines Smartphones genutzt, um die Herzfrequenz und den Puls einer Person zu messen. So soll herausgefunden werden, welche Art von Reisender der Nutzer ist. Dazu werden zum Beispiel heiße und kalte Destinationen verglichen und die Reaktion der Person gemessen.  

Bei der Durchführung der Tests arbeitet das Unternehmen mit Mike Manh von der Kreativagentur The Mill zusammen. So soll sichergestellt werden, dass die wissenschaftliche Basis der Tests auch korrekt ist. Biometrie sei zwar sehr genau und zuverlässig, erklärte der Entwickler. Da sie jedoch zum ersten Mal zur Erkennung von Reisepräferenzen eingesetzt werde, gebe es allerdings keine langfristigen Studien als Beweis. 

Das mit dem ersten Mal ist natürlich ein wenig geflunkert. Expedia und die Tourismusorganisation von Hawai hatten mit "Discover Your Aloha" bereits vor zwei Jahren eine Kampagne aufgelegt, die ebefalls die Kameras in Computern und Smartphones nutzte, um Reiseempfehlungen zu geben.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der neue Hospitality Industry Outlook prognostiziert für die kommenden Jahre eine tiefgreifende Transformation der Hotelbranche durch Künstliche Intelligenz. Während Routineaufgaben und Buchungsprozesse zunehmend von KI-Agenten übernommen werden, rückt das Jahr 2026 als entscheidendes Vorbereitungsjahr in den Fokus.

Einige Landesverbände des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) finalisieren derzeit die Einführung einer neuen digitalen Anwendung. Die oneDEHOGA-App soll im Frühjahr 2026 starten und als digitaler Alltagshelfer sowie Branchenexperte für die Mitglieder der DEHOGA-Verbände dienen.

Viele Gastronomen haben keine Angst vor Arbeit – sie haben Angst vor der falschen Entscheidung. Und das ist verständlich: Der Markt ist überflutet mit Kassensystemen, Warenwirtschaften, Reservierungs-Tools und Marketing-Apps. Jedes Tool verspricht die „eine“ Lösung. Am Ende hat man fünf Insellösungen, doppelte Eingaben – und null Überblick.

Ein Blick auf die digitalen Werkzeuge und Marketingstrategien der Hotellerie zum Jahresende: Welche KI-Tools im Jahr 2025 wirklich Produktivitätsgewinne brachten und wie Hotels die letzten freien Zimmer für Silvester erfolgreich füllen können.

Pressemitteilung

Energieeffizienz zahlt sich doppelt aus: durch sinkende Betriebskosten und staatliche Förderung. Immer mehr Unternehmen nutzen die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), um in nachhaltige Energiemaßnahmen zu investieren – beispielsweise in ein digitales Energiemanagement.

Eine neue Analyse zur digitalen Barrierefreiheit von Unternehmenswebsites offenbart, dass nach sechs Monaten BFSG in Deutschland keines der geprüften Online-Angebote die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Der verstärkte Fokus auf Self-Service soll Gästen in Gastronomiebetrieben in Zukunft noch mehr Komfort bieten und Betreibern zusätzliche Innovationen sowie ein weiteres Mittel im Kampf gegen den Fachkräftemangel an die Hand geben.

Die digitale Woche bringt neue Herausforderungen für Hoteliers: Google testet Anzeigen im KI-Modus, die Generation Z trifft ihre Buchungsentscheidungen im Social-Media-Feed und der Black Friday sorgt für eine beschleunigte Buchungsgeschwindigkeit.

Digitale Geldbörsen haben sich in den vergangenen Jahren zu leisen, aber beharrlichen Begleitern des Alltags entwickelt. Ihr Aufstieg begann unscheinbar, doch inzwischen finden sie sich in nahezu jedem Smartphone, in vielen Portemonnaies als Karte mit NFC und in zahllosen Onlinekonten, die Einkäufe schneller und geschmeidiger abwickeln als jede Kassenschublade.

Die digitale Transformation entwickelt sich für viele KMU zu einem Dauerthema, das ständig neue Anforderungen erzeugt und deutlich macht, wie eng moderne Technologie mit den täglichen Abläufen verknüpft ist. Zahlreiche Betriebe stehen nicht nur vor der Entscheidung, welche Tools nützlich wären, denn oft liegt die Realität darin, dass bestimmte Systeme schlicht unvermeidbar werden.