Betrogene Blogger: Reisepässe von Influencern bei Fake-Reise in die Türkei gestohlen

| Tourismus Tourismus

Eigentlich sollte es eine einwöchige Reise durch die Türkei werden, auf die rund 20 Instagram-Influencer eingeladen wurden. So auch Natalia Osada (Adam sucht Eva) und Ann-Christin Weber von Fashion Kitchen. Zusammen mit den anderen Bloggern flogen die beiden am Samstag in die Türkei, um an der vermeintlichen Pressereise eines Reiseveranstalters teilzunehmen. 
 

Die Anreise sei noch ohne Probleme verlaufen, wie Ann-Christin im Anschluss in ihrem Blog erklärte. Vor Ort wurden sie von einer Frau in Empfang genommen, die auch die Pässe kontrolliert und einige davon einbehalten habe, wie die ebenfalls betroffene Anna Ix auf ihrer Webseite schreibt.   

Der wartende Reisebus brachte die Teilnehmer der Reise dann aber nicht ins versprochene Hotel, sondern nach Alanya. Im dortigen Hotel wusste jedoch niemand etwas von einer Buchung, zudem war die Frau mit den Reisepässen verschwunden und konnte nicht mehr kontaktiert werden. Die zuvor zugeschickten Rückflugtickets waren ebenfalls gefälscht. 

Nachdem auf eigene Kosten ein anderes Hotel gefunden wurde, ging es am nächsten Morgen zur örtlichen Polizei, um Anzeige zu erstatten. Wie Ann-Christin in ihrem Blog erklärte, sei die vermeintliche Reiseleiterin, die sie in Empfang genommen hatte, bereits bei der Polizei bekannt.

Grund für den Betrug waren offensichtlich die deutschen Reisepässe der Teilnehmer, die auf dem Schwarzmarkt hohe Preise erzielen. Der deutsche Reisepass ist schließlich einer der „mächtigsten“ der Welt, mit dem sich mehr als 170 Länder visafrei bereisen lassen (Tageskarte berichtete).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass drei Viertel der Österreicher ihre Urlaubsplanung an die gestiegenen Mobilitätskosten anpassen. Während viele auf nähere Ziele oder das Auto ausweichen, verzichten zwölf Prozent vollständig auf eine Reise.

Sachsen hat unter dem Slogan „Alles auf einen Augenblick“ eine neue Ganzjahreskampagne gestartet. Die Marketingmaßnahmen konzentrieren sich auf die UNESCO-Welterbestätten des Freistaates und umfassen neben dem deutschsprachigen Raum auch internationale Zielmärkte.

Spanien und Griechenland statt östliches Mittelmeer: Der Iran-Krieg verändert das Reiseverhalten vieler Urlauber. Beim Reisekonzern Tui wird die Sommerreise kurzfristiger gebucht.

99,99 Euro für fünf Personen – hin und zurück, egal wohin im Land. Was hinter dem neuen Familienangebot der Bahn steckt. Und wie sich generell beim Reisen auf der Schiene sparen lässt.

Fast jede fünfte Winterreise wird laut Dertour Reisebarometer allein angetreten. Besonders die Generation 50 plus und Langzeiturlauber prägen das Segment. Zu den meistgebuchten Zielen gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei.