Der Verein für Konsumenteninformation hat im Auftrag der Bundesarbeitskammer insgesamt 544 Reisebeschwerden von Urlaubern aus Österreich aus den Monaten Juli und August des Jahres 2026 analysiert. Die Untersuchung zeigt, dass der Urlaub für zahlreiche Reisende aus der Alpenrepublik mit Frust verbunden war und verschiedene Bereiche von Flugreisen über Unterkünfte bis hin zu Mietwagen betraf.
Unzulässige Gebühren und Flugprobleme
Mit einem Anteil von 45 Prozent bilden Flugreisen die mit Abstand größte Quelle für Beschwerden im Sommer 2026. Mehr als zwei Drittel der Fluganfragen betrafen geänderte Flugzeiten oder Fluglinien. Stark ins Gewicht fielen laut der Analyse auch unzulässige Zusatzgebühren des Billigfliegers Ryanair, die rund 30 Prozent der Flugbeschwerden ausmachten und vom Obersten Gerichtshof nachträglich für unzulässig erklärt wurden. Ergänzt wurde die Mängelliste durch Probleme mit Gepäck bei 15 Prozent sowie annullierte Flüge mit neun Prozent und verspätete Verbindungen mit sechs Prozent.
Mängel in Unterkünften trüben Urlaubserholung
Beschwerden über Unterkünfte rangieren mit rund 20 Prozent auf dem zweiten Platz der Untersuchung. Die vorgefundene Realität wich dabei häufig von den gebuchten Erwartungen ab, wobei es vor allem an Sauberkeit und Hygiene mangelte. Die Beanstandungen reichten konkret von Schimmel und Ungeziefer bis hin zu einem fehlenden Meerblick. Hinsichtlich der regionalen Unterschiede und Destinationen waren für die österreichischen Urlauber die drei beliebtesten Reiseländer Spanien, Italien und Österreich, wobei rund 95 Prozent aller Buchungen online vorgenommen wurden.
Ärger bei Mietwagen und Transport
Auf dem dritten Platz der Reise-Aufreger landen mit rund 12 Prozent Probleme im Bereich von Mietwagen, Bahn, Bus und Schiff. Die Beschwerden umfassten Preisprobleme wie intransparente und überraschende Zusatzkosten in Höhe von rund 27 Prozent sowie sonstige Mängel mit rund 23 Prozent, worunter unzureichende Informationen über Mautgebühren und damit verbundene Zusatzkosten fielen. Weitere 20 Prozent der Meldungen in diesem Segment betrafen angebliche Mietautoschäden.
Bei den verbleibenden Anfragen drehten sich rund 10 Prozent um Onlinevermittlungsportale, wobei fehlerhafte Informationen, unerwünschte Prime-Mitgliedschaften von Opodo und fehlende Rückerstattungen des Reisepreises bemängelt wurden. Pauschalreisen und Kreuzfahrtenmängel machten rund 5 Prozent aus und betrafen Leistungsmängel wie nicht erbrachte Transfers zwischen den Inseln Santorin und Naxos sowie verlorenes Gepäck bei einer Kreuzschifffahrt. Weitere 8 Prozent der Beschwerden entfielen auf sonstige Reiseleistungen, darunter Inkassoforderungen wegen Mautgebühren. An der Spitze der negativen Nennungen liegt Ryanair mit 191 Fällen, gefolgt von der Onlinevermittlungsplattform Booking.com mit 70 Nennungen und Opodo mit 24 Nennungen.
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