Dertour Reisebarometer: Fast jeder 5. Winterurlaub allein unternommen

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Wie aus dem Dertour Reisebarometer für den Zeitraum von November 2025 bis Ende Februar 2026 hervorgeht, entfielen 18 Prozent aller Winterreisen auf Personen, die allein unterwegs waren. Nach Angaben des Reiseveranstalters hat sich dieses Reiseformat damit als fester Bestandteil des Marktes etabliert.

Die Auswertung der demografischen Daten zeigt, dass Solo-Reisen über alle Altersstufen hinweg stattfinden, jedoch eine deutliche Konzentration bei älteren Urlaubern aufweisen. Laut Mitteilung waren 67 Prozent der Alleinreisenden 50 Jahre oder älter, während ein Drittel der Gruppe zwischen 18 und 49 Jahre alt war. Besonders hoch ist die Reisebereitschaft bei den über 65-Jährigen: In dieser Altersklasse lag der Anteil der Solo-Urlauber bei 29 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens gibt es bei der Geschlechterverteilung keine dominante Gruppe. Der Anteil der Frauen lag bei 44 Prozent, der der Männer bei 56 Prozent. Boris Raoul, Geschäftsführer von Dertour Deutschland und Österreich, erklärt dazu, dass man den Anspruch habe, Angebote konsequent auf die Bedürfnisse dieses Segments auszurichten. Sven Schikarsky, Produktchef bei Dertour, ergänzt, dass Solo-Reisen unterschiedliche Lebensphasen begleiten und das Thema über den Lebensverlauf hinweg an Bedeutung gewinne.

Längere Aufenthaltsdauer trotz kürzerer Vorlaufzeiten bei der Buchung

Ein charakteristisches Merkmal der Alleinreisenden ist ihr spezifisches Buchungs- und Reiseverhalten. Im Durchschnitt betrug die Vorausbuchungsfrist bei Solo-Reisenden 74 Tage, was deutlich unter dem Gesamtschnitt von 107 Tagen liegt. Dennoch ist ein Trend zu frühzeitigeren Buchungen erkennbar, wobei Frauen ihren Urlaub im Schnitt zwei Wochen früher planen als Männer.

Wie der Veranstalter mitteilt, zeichnen sich Alleinreisende durch eine überdurchschnittliche Aufenthaltsdauer aus. Die durchschnittliche Reisedauer betrug in den Wintermonaten 13,5 Tage. Im Vergleich dazu blieben Reisende in Begleitung lediglich 9,5 Tage am Zielort. Besonders ausgeprägt ist dieser Unterschied bei den über 65-Jährigen, die im Schnitt 19 Tage verreisten. Laut Schikarsky nutzen ältere Alleinreisende die Zeit häufig zum Überwintern in Destinationen wie Tunesien, Thailand oder auf den Kanaren.

Wirtschaftliche Relevanz und Präferenzen bei Unterkunft und Verpflegung

Bei der Wahl der Unterkunft und Verpflegung zeigen sich deutliche Tendenzen. Zwar buchten 80 Prozent der Solo-Reisenden ein Hotel der Kategorie vier oder fünf Sterne, jedoch griffen sie seltener zu fünf-Sterne-Häusern als andere Zielgruppen. Stattdessen gewinnt die All-inclusive-Verpflegung an Bedeutung, die bei der Hälfte der Alleinreisenden gebucht wurde.

Nach Angaben von Dertour unterstreichen auch die Reiseausgaben die wirtschaftliche Bedeutung des Segments. Durch die längeren Aufenthalte investierten Alleinreisende pro Person und Reise häufig mehr als andere Gästegruppen. Zu den meistgebuchten Zielen auf der Kurz- und Mittelstrecke gehörten Spanien, Ägypten und die Türkei. Auf der Langstrecke führten Thailand, die Karibik und die Region des Indischen Ozeans die Statistik an.


 

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