Deutscher Tourismuspreis: Fünf Nominierte starten ins Online-Voting

| Tourismus Tourismus

Fünf aus 81 Bewerbungen hat die Jury für den Deutschen Tourismuspreis 2018 nominiert. Mit dem bundesweiten Innovationspreis zeichnet der Deutsche Tourismusverband e.V. (DTV) seit 2005 zukunftsweisende Produkte, Projekte und Kampagnen im Deutschlandtourismus aus. Die Finalisten sind im Rennen um drei Jurypreise und einen Publikumspreis. Nun ist das Online-Voting für den Publikumspreis gestartet: Bis zum 7. November können Internetnutzer unter deutschertourismuspreis.de für ihren Favoriten abstimmen. Die Preisträger werden am 15. November im Rahmen des Deutschen Tourismustages in Bonn gekürt.

Die Nominierten in alphabetischer Reihenfolge:

sleeperoo GmbH – sleeperoo - Die Nacht, der Ort und Du

An Orten übernachten, die bisher so nicht zugänglich waren: „sleeperoo“ macht es möglich. In futuristischen Schlafwürfeln können Gäste zum Beispiel im Fußballstadion, im Museum oder auf einer Seebrücke schlafen. Das Pop-Up-Konzept bietet Destinationen die Möglichkeit, einen Erlebnisraum als außergewöhnlichen Übernachtungsort zu inszenieren. Die mobilen Zimmer werden nach einheitlichen Qualitätsstandards gemeinsam mit den lokalen Partnern bewirtschaftet. Vermarktung, Buchung und Zahlungsabwicklung übernimmt die sleeperoo GmbH.

TimeRide GmbH – TimeRide VR Cöln – Mitten im Damals

Die Ausstellung „TimeRide VR Cöln“ im Herzen Kölns schickt die Besucher auf eine virtuelle Zeitreise durch die historische Stadt. Dank digitaler Technologien tauchen sie in das Leben und Treiben der Domstadt um 1910 ein. Höhepunkt ist eine Virtual-Reality-Rundfahrt mit der Straßenbahn. Mit einem 360-Grad-Panoramablick geht es den Rhein entlang bis zum Alten Markt, vorbei an rekonstruierten Häusern und animierten Figuren. Simulierter Fahrtwind, Holpern und Geruckel sorgen für ein hautnahes Erlebnis.

TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH – ContentNetzwerk Brandenburg

Digitale Inhalte in hoher Qualität zur Verfügung zu stellen ist eine Herausforderung für alle Akteure im Tourismus. Die TMB begegnet ihr mit dem „ContentNetzwerk Brandenburg“. Landesweit pflegen 450 Redakteure Unterkünfte, Veranstaltungen und Points of Interest in das touristische Betriebssystem ein. Schulungen, Redaktionshandbücher und eine zentrale Eingabeprüfung sichern die Qualität. Die Daten werden lokalen als auch externen Partnern zur Verfügung gestellt. So soll jedem Gast in jeder Phase seiner Reise bedarfsgerechter Content ausgespielt werden.

Tourismusverband Fläming e.V. – FlämingSchmiede – mit Crowdfunding zur Kreativregion

Vier Fliegen mit einer Klappe hat der Tourismusverband Fläming mit dem Crowdfunding-Wettbewerb „FlämingSchmiede“ geschlagen. Der Wettbewerb war Geburtshelfer und Finanzierungsschub für kreative Projekte, Vermarktungsinstrument für die Reiseregion und Netzwerk in einem. In Ideenschmieden feilten die Bewerber an ihren Produkten, um von einer Jury in die nächste Stufe gewählt zu werden. Nach einem intensiven Coaching warben sie auf einer Crowdfunding-Plattform Geld für ihre Ideen ein. Vier Projekte erreichten das selbst gesteckte Finanzierungsziel.

UNIQ GmbH Urlaubsguru – deutschlandLiebe by Urlaubsguru

Lüneburger Heide statt Toskana, Unteruhldingen statt Thailand: Mit „deutschlandLiebe“ hat das Reiseportal Urlaubsguru eine eigene Rubrik für deutsche Reiseziele gestartet. Im Auftrag von Tourismusorganisationen macht Urlaubsguru seiner reichweitenstarken und vor allem jungen Community Lust, die vielfältigen Ecken Deutschlands zu entdecken. Dabei stehen auch kleine Orte und Regionen im Fokus. Den Content produziert das Urlaubsguru-Team gemeinsam mit den Auftraggebern und spielt ihn zielgruppengerecht aus.

Eine Jury aus 19 Tourismusexperten und Fachjournalisten hatte die Nominierten nach den Kriterien Innovationsgrad, Qualität & Kundenorientierung, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit für die Endrunde ausgewählt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.