Domes Resorts übernimmt Mehrheit an Casa Collective

| Tourismus Tourismus

Die griechische Hotelgruppe Domes Resorts hat eine Mehrheitsbeteiligung an Casa Collective erworben. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Goldman Sachs geschlossen. Casa Collective ist die Plattform hinter den Hotelmarken Casa Cook und Cook’s Club.

Neben Domes Resorts steigt auch der Tourismusunternehmer Remo Masala als Anteilseigner ein. Er soll laut Mitteilung als strategischer Partner und kreativer Leiter an der Weiterentwicklung der Plattform beteiligt sein.

Ausbau des Hotelportfolios angekündigt

Casa Collective betreibt nach Angaben des Unternehmens derzeit 13 Hotels. Im Zuge der Transaktion sollen vier weitere Häuser in das Portfolio aufgenommen werden. Darüber hinaus befinde sich eine Reihe weiterer Projekte in der Prüfung.

Die Partnerschaft ziele darauf ab, die internationale Expansion der Plattform voranzutreiben. Dies solle über Franchise-, Management- und Entwicklungskooperationen sowohl in Urlaubsdestinationen als auch in Städten erfolgen, heißt es laut Mitteilung.

Parallel dazu wolle die Gruppe prüfen, zusätzliche strategische Partner einzubinden, um das Wachstum über gezielte Immobilienkäufe zu unterstützen.

Eigenständigkeit der Plattform bleibt bestehen

Nach Angaben des Unternehmens soll Casa Collective weiterhin eigenständig operieren. Die bestehende Markenstruktur sowie die Positionierung der einzelnen Marken sollen erhalten bleiben.

„Unser Ziel ist es, Hotelbesitzern und Partnern eine starke und verlässliche Wachstumsplattform zu bieten – und gleichzeitig sicherzustellen, dass jede Marke ihr unverwechselbares Profil und das jeweilige Gästeerlebnis behält“, sagte George P. Spanos, CEO von Domes Resorts, laut Mitteilung.

Bestehende Franchiseverträge, Marken-Teams und operative Strukturen sollen unverändert fortgeführt werden.

Drei Marken im Portfolio

Das Portfolio von Casa Collective umfasst laut Unternehmensangaben die Marken Cook’s Club, Casa Cook und Xia. Cook’s Club wird als Konzept mit Fokus auf Musik, Gastronomie und Gemeinschaft beschrieben. Casa Cook steht für ein Boutique-Konzept. Xia ist nach Angaben des Unternehmens ein familienorientiertes Konzept.

„Casa Collective war nie als einzelne Marke gedacht, sondern als Rahmen für unterschiedliche Arten, Hospitality zu erleben“, wird Remo Masala zitiert.

Masala war bereits an der Entwicklung von Cook’s Club und Casa Cook beteiligt und bleibt laut Mitteilung weiterhin in die Plattform eingebunden.

Rückblick: Einstieg von Goldman Sachs im Jahr 2023

Bereits im Jahr 2023 hatte Goldman Sachs die Marken Casa Cook und Cook’s Club übernommen. Wie Tageskarte damals berichtete, erwarb die Immobiliensparte von Goldman Sachs Asset Management den Geschäftsbereich FTC Hotels von der Fosun Tourism Group. Zum Portfolio gehörten zu diesem Zeitpunkt 16 Franchise-Häuser, der Kaufpreis wurde nicht veröffentlicht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.

Mozarts Geburtsstadt ist ein touristisches Juwel. Entsprechend viele Reisende steuern die 160.000-Einwohner-Stadt speziell für einen Tagesausflug an. Oft gibt es Stau - das soll jetzt anders werden.