DZT: Stabile Nachfrage für Sommersaison

| Tourismus Tourismus

Mit einer sichtbaren Belebung des Incoming-Geschäftes im April 2025 bestätigen sich die vorsichtig optimistischen Prognosen der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) für die anstehende Sommersaison. So stieg nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl der Ausländerübernachtungen im April gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 4,1 Prozent auf 6,6 Millionen. Damit verkürzt sich für den Zeitraum Januar bis April der Rückstand gegenüber dem Vergleichszeitraum des Jahres 2024 auf 0,7 Prozent.

Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes der DZT, erklärt dazu: „Die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen im April 2025 bestätigt den von uns erwarteten Nachfrageschub anlässlich der späten Osterferientermine in diesem Jahr. Vor allem Kurzurlauber nutzten die Feiertage für einen Trip nach Deutschland. Das belegen die aktuellen Zahlen von MKG Consulting, nach denen die Hotels an Wochenenden im April deutlich stärker frequentiert wurden als unter der Woche.

Trotz der außerordentlich volatilen Rahmenbedingungen in vielen wichtigen Quellmärkten für Deutschlands Incoming-Tourismus sehen wir eine weitgehend stabile Nachfrage für die beginnende Sommersaison. Im gestern veröffentlichten Long Haul Travel-Barometer der European Travel Commission (ETC) liegen die Reiseabsichten nach Europa in den untersuchten Märkten für die Sommermonate mit 39 Prozent nur zwei Prozentpunkte unter den Vorjahreswerten. Vor allem in den USA (minus sieben Prozent), aber auch in Brasilien, Kanada und Japan registriert die ETC sinkende Reiseabsichten nach Europa. Im Gegensatz dazu steigt das Interesse der Chinesen an Reisen nach Europa auf 72 Prozent – ein Plus von zehn Prozent gegenüber 2024.

Weitere Trends laut dieser ETC-Untersuchung über alle betrachteten Märkte hinweg: Größte Hürde für diejenigen, die nicht verreisen wollen, bleiben hohe Reisekosten. Diejenigen, die eine Reise planen, schichten ihre Budgets für Essen, Aktivitäten und Shopping in Richtung mittleres Preissegment um. Nach allem, was wir derzeit beobachten, wird sich der Wettbewerb zwischen den europäischen Reisezielen in diesem Sommer weiter verschärfen. Anschluss- und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen sind für das Reiseland Deutschland daher wichtiger denn je.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.