Fahrgastverband warnt nach Aus in Stendal vor "Tod des Deutschlandtickets"

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Der Fahrgastverband Pro Bahn warnt nach dem Aus des Deutschlandtickets im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt vor den Folgen. «Wenn mehrere Kommunen so reagieren wie der Landkreis Stendal, dann wäre das auf jeden Fall der Tod des Deutschlandtickets», sagte der Bundesvorsitzende Detlef Neuß am Dienstagabend im MDR-Fernsehen. Die Einfachheit, dass das Ticket in ganz Deutschland gelten würde, sei dann weg und das Deutschlandticket nicht mehr das, als was es gedacht gewesen sei.

Der Stendaler Kreistag hatte in der vergangenen Woche einen Beschluss zur Anerkennung des Deutschlandtickets im Kreis nicht genehmigt. Damit gilt das Ticket in den Bussen dort ab dem 1. Januar nicht mehr. Der Landkreis hatte für die ersten vier Monate des Jahres mit zusätzlichen Kosten von 40 000 Euro gerechnet. Züge sind davon nicht betroffen. Das Infrastrukturministerium in Magdeburg sprach von einem Einzelfall.

Auch das Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene warnte vor weitreichenden Folgen. «Wir müssen unbedingt einen Domino-Effekt verhindern», sagte Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch. «Wir dürfen nicht darauf warten, dass jetzt Landkreis um Landkreis diese Debatte führt und schlimmstenfalls aus dem Deutschlandticket aussteigt.» Bund und Länder müssten auch über den Sommer 2024 hinaus Finanzierungssicherheit für die Mehrkosten schaffen. (dpa)


 

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