Fat Girls Traveling: Reise-Blogger ohne Bodyshaming

| Tourismus Tourismus

Das sogenannte “Bodyshaming” ist online ein echtes Problem. Beleidigungen aufgrund der körperlichen Erscheinung können zwar prinzipiell jeden treffen, doch meist sind es Frauen, die unter derartigen Angriffen leiden müssen. Das weiß auch Annette Richmond, die den Blog „Fat Girls Traveling“ ins Leben gerufen hat. „Wir sind es gewohnt, dass uns gesagt wird, wir sollten uns selbst minimieren“, wie sie nun Thrillist verriet. Vor allem beim Thema Reisen würden übergewichtige Menschen, aber vor allem Frauen, über einen Kamm geschert. Das wollte Richmond aber nicht länger hinnehmen und tat etwas dagegen.

Das eigentliche Reisen mache ihrer Meinung nach niemandem wirklich Spaß: Transportoptionen könnten eingeschränkt sein, Reiseziele überfüllt, Hotels zu klein. Aber für Menschen, die sich selbst als dick oder übergroß bezeichnen, könne es sogar schnell zu einem ziemlich einschüchternden Erlebnis werden. Vor allem, da sie ständig von den Bildern anderer Urlauber überschwemmt würden, die natürlich alle dünn und fit seien.

Frustriert davon, in der modernen Influencer- und Blogger-Welt keine unterschiedlichen Körpertypen zu finden, startete Richmond im Jahr 2017 ihre „Fat Girl Traveling“-Community. Hinzu kamen ein entsprechender Blog und ein Instagram-Account, um positive Diskussionen über das Thema zu fördern und dicke Reisende zu ermutigen, wie man die Scham und das Stigma hinter sich lässt.
 

„Fat Girls Traveling“ begann als Instagram-Account und entwickelte sich in der Folge zu einer echten Bewegung, die sich über ganz Nordamerika ausbreitet. Von bunten Bildern und fröhlichen Gesichtern bis hin zu schönen Ausblicken erhalten die Follower zum Beispiel Tipps, wie sie Selbstvertrauen gewinnen können, oder Reisevorschläge, die sie auch als dicke Urlauber besuchen können.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.