Ferienhausverband will Ostersaison noch nicht abschreiben

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Der Deutsche Ferienhausverband hat Äußerungen des Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), zu Urlaubsreisen an Ostern scharf kritisiert (Tageskarte berichtete). Der Verband sprach am Dienstag von einem «verheerenden Signal». Bareiß hält Urlaubsreisen in den Osterferien wegen Corona nur sehr eingeschränkt für möglich. «Ich glaube, dass Reisen etwas ist, dass die nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar ist», hatte er am Montag in der Sendung «Frühstart» von RTL und ntv gesagt.

«Wir teilen die Auffassung von Herrn Bareiß, dass derzeit alles daran gesetzt werden muss, die steigenden Infektionszahlen zu bremsen und die Pandemie in den Griff zu bekommen», sagte Michelle Schwefel, Verbands-Geschäftsstellenleiterin. «Jetzt aber, Mitte Januar, bereits die Ostersaison abzuschreiben, ist das falsche Signal», sagte Schwefel. «Anstatt Vermieter und Urlauber mit pauschalen Aussagen weiter zu verunsichern, wünschen wir uns eine engere Zusammenarbeit mit der Politik.»

Zugleich kritisierte Schwefel, Corona-Hilfen erreichten die Branche nicht oder verspätet. Eigentümer von Ferienimmobilien, die privat oder im Nebenerwerb vermieteten, bekämen ohnehin keine staatlichen Hilfen. «Diese können sich ein Beherbergungsverbot bis Pfingsten nicht leisten, sagte Schwefel.» Der Anteil privater Vermieter liegt den Angaben zufolge bei 70 Prozent. (dpa)


 

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