Kreuzfahrt Guide Awards 2026: Das sind die besten Schiffe des Jahres

| Tourismus Tourismus

Im Altonaer Kaispeicher sind am Donnerstag die Kreuzfahrt Guide Awards 2026 verliehen worden. In acht Kategorien zeichnete eine Fachjury Schiffe aus, die unter anderem beim Entertainment, in der Gastronomie, beim Service und Komfort, bei der Familienfreundlichkeit oder mit ihren Routen besonders überzeugten. Einen zusätzlichen Sonderpreis erhielt die Hamburger Reederei Sea Cloud Cruises.

Zu der Veranstaltung hatten das Hamburger Abendblatt als Herausgeber des „Kreuzfahrt Guide“ und die Kreuzfahrtinitiative Hamburg Cruise Net eingeladen. Mehr als 100 Vertreter von Reedereien sowie weiteren Unternehmen und Organisationen der Kreuzfahrtbranche nahmen an dem Branchentreffen teil.

Über die Awards entschieden 17 Kreuzfahrtexperten aus vier Ländern, die regelmäßig über Kreuzfahrten berichten oder Reisen auf See an Kunden vermitteln. In jeder der acht Kategorien standen vier Schiffe zur Wahl, die zuvor vom Jurypräsidium des „Kreuzfahrt Guide“ nominiert worden waren. Dabei galt auch in diesem Jahr die Regel: Ein Sieger von 2025 durfte in derselben Kategorie nicht erneut antreten. Eine Nominierung in einer anderen Kategorie blieb möglich.

Die Gewinner der Kreuzfahrt Guide Awards 2026:

Entertainment: „Legend of the Seas“, Royal Caribbean

Sport und Wellness: „Mein Schiff Flow“, TUI Cruises

Gastronomie: „Explora I“, Explora Journeys

Familienfreundlichkeit: „AIDAcosma“, AIDA Cruises

Service und Komfort: „Europa 2“, Hapag-Lloyd Cruises

Routing: „Amera“, Phoenix Reisen

Nachhaltigkeit: „Havila Capella“, Havila Voyages

Flussschiff: „Riverside Debussy“, Riverside Luxury Cruises

Beim Entertainment setzte sich damit die im Sommer in Dienst gestellte „Legend of the Seas“ von Royal Caribbean durch. TUI Cruises gewann mit der „Mein Schiff Flow“ die Kategorie Sport und Wellness, während die „Explora I“ von Explora Journeys für ihr gastronomisches Angebot ausgezeichnet wurde. Den Familienpreis erhielt die „AIDAcosma“.

Zwei weitere Auszeichnungen gingen an deutsche Anbieter: Hapag-Lloyd Cruises aus Hamburg gewann mit der „Europa 2“ den Award für Service und Komfort. Beim Routing entschied die von Phoenix Reisen eingesetzte „Amera“ die Abstimmung für sich. Der Nachhaltigkeitspreis ging an die „Havila Capella“ von Havila Voyages, bei den Flussschiffen setzte sich die „Riverside Debussy“ von Riverside Luxury Cruises durch.

Der neunte Preis des Abends wurde nach einem anderen Verfahren vergeben. Über den Sonderpreis entscheidet nicht die gesamte Jury, sondern das Jurypräsidium des „Kreuzfahrt Guide“ direkt. Die Wahl fiel 2026 auf Sea Cloud Cruises. Gewürdigt werden die Großsegler der Hamburger Reederei und ihr eigenständiges Konzept, mit dem sie traditionelle Segelschifffahrt und moderne Kreuzfahrt verbindet. Zugleich zeichnet der Preis den Mut aus, sich in einem von großen internationalen Reedereien geprägten Markt mit einem klar abgegrenzten Produkt zu behaupten.

Zur Eröffnung der Veranstaltung verwies Christopher Schwieger, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation, auf die wirtschaftliche Bedeutung der Kreuzfahrt für Hamburg. Mehr als 60 Prozent der Wertschöpfung entstünden durch Ausgaben der Reedereien selbst – bei Partnern, Zulieferern und Dienstleistern. Schwieger kündigte zudem an, dass die Stadt derzeit die Möglichkeit eines citynahen Liegeplatzes für Flusskreuzfahrtschiffe prüft.

Vor der Preisverleihung beschäftigte sich eine Diskussionsrunde mit der Entwicklung der Luxuskreuzfahrt. Vertreter von Hapag-Lloyd Cruises, Explora Journeys, Ponant und der Ritz-Carlton Yacht Collection diskutierten unter Moderation von Anke Harnack darüber, ob die Nachfrage mit den steigenden Kapazitäten Schritt hält und welche Bedeutung die Entwicklung für Nordeuropa und Hamburg haben kann.

Das Luxussegment wächst derzeit deutlich stärker als der Kreuzfahrtmarkt insgesamt. Nach Angaben des Branchenverbands CLIA entfielen 2025 weltweit gut 1,1 Millionen Kreuzfahrtgäste auf dieses Segment. Bis 2028 wird mit rund 1,52 Millionen Gästen gerechnet. Das entspräche einem Wachstum von gut 36 Prozent innerhalb von drei Jahren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.