Lufthansa will Kunden individuelle Produktangebote machen

| Tourismus Tourismus

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat eine 2,5 Milliarden Euro umfassende Produktoffensive namens „New Premium“ angekündigt. Mit Hilfe des Programms will er den Kunden maßgeschneiderte Angebote unterbreiten.In der Business Class wird es dort erstmals sieben verschiedene Sitze geben. Der Bordverkauf soll auf neuen Shopping-Kooperationen basieren. Im zweiten Quartal 2020 wird das mit Einführung der neuen Boeing 777-9 sichtbar. 

„In der neuen Triple Seven werden wir erstmals sieben verschiedene Sitze allein in der Business Class anbieten. Das hat es so noch nie gegeben“, sagt Andreas Otto, Produktchef der Lufthansa-Hub-Airlines und gleichzeitig Chief Commercial Officer von Austrian Airlines, im fvw-Interview.

Zu den neuen Sitzen wird der sogenannte Thron, ein Einzelsitz, gehören, der schon bei Swiss oder Austrian im Einsatz ist und für Lufthansa weiterentwickelt wurde. „Der neue Thron auf der B-777-9 wird noch mal großzügiger und privater sein“, verspricht Otto. Daneben will er künftig Fenstersitze verkaufen, Paarsitze und Sitze für besonders große Menschen. Jeder Sitz wird einzeln buchbar sein.

Nicht nur die Business Class wird in der Triple Seven erneuert. Lufthansa kündigt dort zudem eine neue Premium Eco an mit „mehr Privatsphäre und einem besseren Schlafkomfort“, als der heutige Sitz das laut Otto bieten kann.

Eine Evolution verspricht er auch beim Bordverkauf, da das Interesse an Parfum, Schmuck und Tabak zurückgehe. „Wir müssen und wollen an Bord andere, mutige Wege gehen“, sagt er. So will Lufthansa ihren Kunden auch im Europa-Verkehr in der Economy sowie in der Business Class unterschiedliche Speisen offerieren.

Auch für die Langstrecke hat Produktchef Andreas Otto Ideen: Golfspielern auf dem Weg nach Südafrika will er einen Besuch auf dem dortigen Weingut von Ernie Els inklusive Verköstigung verkaufen. Reisende auf dem Heimweg sollen künftig an Bord via Internet die Möglichkeit bekommen, ihren leeren Kühlschrank zu bestücken. „Die volle Einkaufstüte überreichen wir dann am Flughafen“, erklärt Otto. Er habe für 2020 viele neue Shopping-Kooperationen in Planung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.