Neuschwanstein als Welterbe? Bürger sollen entscheiden

| Tourismus Tourismus

Bei einem Bürgerentscheid sollen die Einwohner von Schwangau darüber entscheiden, ob sie die Nominierung des Märchenschlosses Neuschwanstein als Welterbe unterstützen. Dies habe der Gemeinderat festgelegt, sagte eine Sprecherin der Gemeinde am Dienstag. Einen Termin für die Abstimmung gebe es noch nicht, bis Herbst solle diese aber stattfinden. Mehrere Medien hatten über den Gemeinderatsbeschluss berichtet.

Das Schloss im Ostallgäu soll gemeinsam mit den anderen beiden weltberühmten Schlössern des Bayern-Königs Ludwig II., Herrenchiemsee und Linderhof, als Weltkulturerbe-Vorschlag bei der Unesco eingereicht werden. Das Projekt «Gebaute Träume» steht bereits auf der sogenannten Tentativliste, auf der die nächsten Welterbe-Vorschläge der Bundesrepublik gesammelt werden.

Laut der Bayerischen Schlösserverwaltung könnte 2025 die Welterbekommission über die drei bayerischen Königsschlösser entscheiden. In Schwangau gibt es allerdings unterschiedliche Sichtweisen zu dem Projekt. Manche befürchten, dass das Welterbesiegel noch mehr Besucher anlocken könnten. Mit normalerweise etwa eineinhalb Millionen Gästen pro Jahr zählt Neuschwanstein bereits zu den größten Touristenattraktionen Bayerns.

Die Bayerische Schlösserverwaltung habe die Gemeinde um Zustimmung zum Welterbe-Antrag gebeten, sagte die Gemeindesprecherin. Der Gemeinderat habe am Montagabend selbst nicht darüber abgestimmt, sondern ein Ratsbegehren in Gang gesetzt.

«Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger abstimmen lassen, ob Schloss Neuschwanstein Weltkulturerbe werden sollen soll oder nicht», sagte die Sprecherin. Zuvor soll es eine Infoveranstaltung zu dem Thema geben. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.

Anstatt auf Reiseverzicht zu setzen, bevorzugen Reisende zunehmend nachhaltigere Alternativen innerhalb ihrer Reiseplanung. Die Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Angebote wächst, Nachhaltigkeitssiegel gewinnen an Bedeutung.