Obst und Gemüse werden wegen Krieg in der Ukraine teurer

| Tourismus Tourismus

Verbraucher müssen sich auf steigende Preise auch für Obst und Gemüse einstellen. Als Gründe nennen Erzeuger die hohen Energiekosten und gestörte Lieferketten in Folge des Krieges in der Ukraine. «Die Betriebskosten der Unternehmen steigen entlang der gesamten Wertschöpfungskette», sagte Roman Glaser, der Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV). Das werde in der Vermarktung zu höheren Verbraucherpreisen führen. «In vielen Betrieben ist kein Puffer mehr vorhanden, um signifikante Kostensteigerungen abzufedern», warnte Glaser.

Sein Verband will am Dienstag (11.00 Uhr) die Zahlen der vergangenen Saison vorlegen und für die baden-württembergischen Obst-, Gemüse- und Gartenbau-Genossenschaften nach vorne schauen.

Die Produktion von Obst und Gemüse sei sehr energieintensiv, sagte Glaser. Dabei gehe es nicht nur um Unterglasanbau und das Beheizen von Gewächshäusern. Obst und Gemüse müssten auch gekühlt und klimatisiert werden. Die Preise für Dünge- und Pflanzenschutzmittel stiegen ebenfalls. Die Branche sei aber darauf angewiesen, um ausreichende und qualitativ gute Ernten einzufahren.

Sorgen bereiten den Bauern auch die hohen Transportkosten. «Immer mehr Spediteure können angesichts von Dieselpreisen deutlich über zwei Euro pro Liter nicht mehr kostendeckend fahren», sagte Glaser. Die Politik sei aufgerufen, der Branche unter die Arme zu greifen.

Frisches Obst, Gemüse und Blumen werden in Baden-Württemberg von 21 Genossenschaften vermarktet. Wegen der Kochfreude in der Corona-Pandemie und höherer Preise waren sie nach früheren Angaben mit einem blauen Auge durch das erste Corona-Krisenjahr gekommen. Auch für das vergangene Jahr waren die Erzeuger von guten Zahlen ausgegangen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.