Online-Buchungen für Ferienunterkünfte legten 2025 um 13 Prozent zu

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Über Online-Plattformen sind im Jahr 2025 insgesamt 68,3 Millionen Übernachtungen in Ferienwohnungen und -häusern in Deutschland gebucht worden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, entspricht das gegenüber 2024 einem Anstieg um 13,0 Prozent. Grundlage sind Unternehmensdaten der Plattformen Airbnb, Booking.com und Expedia, die Destatis ergänzend zur amtlichen Tourismusstatistik veröffentlicht.

Plattformdaten ergänzen amtliche Statistik um kleinere Ferienunterkünfte

Nach Angaben von Destatis wurden rund 94 Prozent der über die drei Plattformen gebuchten Übernachtungen in Ferienwohnungen oder -häusern angeboten, die zu Beherbergungsbetrieben mit weniger als zehn Betten gehören. Diese Unterkünfte werden von der amtlichen Monatserhebung im Tourismus nicht erfasst, da dort ausschließlich Betriebe mit mindestens zehn Betten berücksichtigt werden.

Die amtliche Tourismusstatistik weist für Ferienwohnungen und -häuser im Jahr 2025 insgesamt 97,0 Millionen Übernachtungen aus. Von den 68,3 Millionen über Plattformen gebuchten Übernachtungen seien 64,1 Millionen beziehungsweise 94 Prozent nicht Bestandteil dieser Statistik und ergänzten damit das Bild dieser Unterkunftsart, erläutert Destatis.

Inländische Gäste sorgen für deutlich stärkeren Zuwachs als Ausländer

Die Zahl der über die Plattformen gebuchten Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gegenüber 2024 um 15,3 Prozent auf 48,5 Millionen. Bei Gästen aus dem Ausland fiel der Zuwachs mit 7,8 Prozent geringer aus; sie buchten 19,8 Millionen Übernachtungen.

Verglichen mit dem Jahr 2019 lagen die Übernachtungen aus dem Ausland 44,2 Prozent höher. Bei Gästen aus dem Inland betrug das Plus gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 106,3 Prozent. Destatis weist zugleich darauf hin, dass der zunehmende Trend zur Buchung über Online-Plattformen die Jahresvergleiche beeinflussen könne und der Anstieg deshalb nicht ausschließlich auf ein verändertes Reiseverhalten zurückgeführt werden könne.

Bayern verzeichnet die meisten über Plattformen gebuchten Übernachtungen

Mit 10,6 Millionen Übernachtungen entfielen die meisten Plattformbuchungen auf Bayern, das damit einen Anteil von 15,5 Prozent an allen über die Plattformen gebuchten Übernachtungen erreichte. Es folgen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 8,1 Millionen sowie Niedersachsen mit 8,0 Millionen Übernachtungen.

Bei den Herkunftsmärkten lag Mecklenburg-Vorpommern mit einem Inlandsanteil von 92,3 Prozent an der Spitze, gefolgt von Schleswig-Holstein mit 88,7 Prozent und Thüringen mit 83,8 Prozent. Den höchsten Anteil ausländischer Gäste verzeichnete Berlin mit 67,7 Prozent, vor Nordrhein-Westfalen mit 42,3 Prozent und Baden-Württemberg mit 40,8 Prozent.

Niederlande bleiben wichtigster ausländischer Herkunftsmarkt für Ferienunterkünfte

Die meisten Übernachtungen aus dem Ausland entfielen im Jahr 2025 mit 2,9 Millionen auf Gäste aus den Niederlanden. Es folgen Polen mit 2,1 Millionen sowie die USA mit 1,3 Millionen Übernachtungen. Komplettiert werden die fünf wichtigsten Herkunftsländer durch Frankreich mit 1,3 Millionen und die Schweiz mit 1,1 Millionen Übernachtungen.

Destatis weist darauf hin, dass seit dem Berichtsjahr 2025 Daten von TripAdvisor nicht mehr in die Auswertung einfließen. Da lediglich aggregierte Plattformdaten vorliegen, lasse sich der Einfluss dieses Wegfalls nicht genau beziffern. Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes seien die Auswirkungen jedoch gering, da TripAdvisor die kleinste der beteiligten Plattformen gewesen sei. Zudem beziehen sich die Daten ausschließlich auf online über Airbnb, Booking.com und Expedia gebuchte Ferienwohnungen und -häuser. Buchungen direkt bei den Unterkünften oder über andere Plattformen werden nicht erfasst.

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