Pass im Urlaub verloren: Was dann zu tun ist

| Tourismus Tourismus

Ob liegen gelassen oder geklaut: Wer im Urlaub plötzlich ohne Pass dasteht, sollte handeln. Denn spätestens bei der Rückreise kann es sonst bei Grenzkontrollen zu großen Problemen kommen. Was ist zu tun?

Zunächst sollte man den Verlust bei der örtlichen Polizei melden - teilweise geht das auch online. Dann erhält man eine polizeiliche Verlustmeldung. 

Diesen Nachweis braucht es einerseits oft, damit man bei der deutschen Auslandsvertretung überhaupt einen «Reiseausweis als Passersatz» bekommen kann. Andererseits sollte man die Verlustmeldung vorlegen können, wenn man später in Deutschland neue Dokumente beantragt. Zudem kann sie bei möglichen Versicherungsfragen im Nachgang wichtig werden.

Wer einen Ausweis mit Online-Funktion hat, sollte diese Funktion möglichst umgehend sperren lassen. Das geht unter dem allgemeinen Sperrnotruf 0049 116 116 – wichtig ist, dass man für solche Fälle das Sperrkennwort aus dem PIN-Brief parat hat. Also lieber noch mal nachschauen vor der Abreise.

Wo ist das Konsulat?

Zurück zum Problem im Urlaub: Wo sich das nächste deutsche Konsulat oder die Botschaft befindet, können Reisende auf der Website des Auswärtigen Amts herausfinden, unter www.auswaertiges-amt.de/de/reiseundsicherheit und dort «Deutsche Auslandsvertretungen in Ihrem Reiseland».

Für die Ausstellung der Ersatzpapiere ist es ratsam, wenn man vor seinem Urlaub Fotokopien der Ausweisdokumente angefertigt und diese möglichst an anderer Stelle platziert als die Pässe selbst, rät der ADAC. Ergänzend kann man auch noch Handyfotos von den Originaldokumenten machen. 

Mit solchen Belegen können die Ersatzpapiere womöglich sofort ausgestellt werden. Ansonsten dauert es länger, weil das zuständige deutsche Bürgeramt zur Identitätsprüfung eingeschaltet werden muss, informiert das Auswärtige Amt.

Dass man schon ohne Pass zurückkommt, darauf sollte man sich selbst in der EU nicht verlassen. Zwar kann bei Flügen die Verlustanzeige ggf. in Verbindung mit einer Kopie des verlorenen Passes als Nachweis ausreichen – doch das sollte man vorher unbedingt mit der Airline abstimmen. 

Auf der sicheren Seite ist man nur mit dem Ersatzausweis. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.

Bayerns Tourismusministerin Michaela Kaniber hat eine neue Initiative zur strategischen Neuausrichtung des Tourismus gestartet. Grundlage der kommenden Beratungen sind die Ergebnisse einer branchenweiten Umfrage mit über 1.100 Teilnehmern.

Zum Start der Sommerferien hat ECPAT Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmissbrauch im Tourismus gestartet. Gemeinsam mit Behörden und Reiseveranstaltern sollen Reisende für Zivilcourage sensibilisiert werden.

Eine aktuelle Auswertung von Airbnb identifiziert die beliebtesten deutschen Strandorte für den Sommer 2026. Dabei dominieren vor allem Ziele an der Ostseeküste das Ranking der Suchanfragen.

Ab sofort kostet der reguläre Eintritt in den Kölner Dom zwölf Euro. Mit dem neu eingeführten Eintrittspreis sollen die gestiegenen Kosten etwa für den Schutz des Denkmals gedeckt werden.