Reisebranche muss sich gegen Folgen des Klimawandels wappnen

| Tourismus Tourismus

Die Reisebranche muss sich laut einer Untersuchung zunehmend gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Folgen, wie etwa Hoch- oder Niedrigwasser, würden erhebliche Umsatzeinbußen für den Tourismus bedeuten, sagte die geschäftsführende Bundesumweltministerin Svenja Schulze am Mittwoch zur Veröffentlichung des Berichts (PDF) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA). Darunter leiden besonders die Menschen in denjenigen Regionen, die hauptsächlich vom Reisen abhängen, wie die SPD-Politikerin betonte.

In Deutschland sind die Gebiete den Informationen zufolge unterschiedlich betroffen. Etwa in den Bergen werde die für Skifahrer wichtige Schneedecke dünner. Beim Urlaub am Meer steige wiederum die Bedeutung der Küstensicherung. Zusätzlich müsse das Krisen- und Katastrophenmanagement verbessert werden, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

«Der Tourismus ist zugleich Verursacher und Betroffener des Klimawandels», sagte Schulze. Mehr als eine Milliarde Tonnen pro Jahr und damit rund fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit entfallen demnach auf das Reisen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.