Staatsanwaltschaft München stellt Ermittlungsverfahren zur FTI-Insolvenz ein

| Tourismus Tourismus

Die Staatsanwaltschaft München hat das Vorermittlungsverfahren zur Insolvenz der FTI Group ergebnislos abgeschlossen. Wie Touristik Aktuell berichtet, haben sich nach Angaben einer Behördensprecherin weder der Anfangsverdacht einer Insolvenzverschleppung noch der eines Eingehungsbetrugs erhärtet. Das strafrechtliche Verfahren gegen die Verantwortlichen des Reisekonzerns sei daher eingestellt worden.

Der Münchner Reisekonzern hatte am 3. Juni 2024 Insolvenz angemeldet und damit eine der größten Unternehmenspleiten in der Geschichte der deutschen Tourismuswirtschaft ausgelöst (Tageskarte berichtete). Von den Folgen waren zehntausende Urlauber und zahlreiche Reisebüros betroffen, die sich mit Rückfragen, Umbuchungen und Reklamationen auseinanderzusetzen hatten.

Justizbehörden prüfen 

Im Anschluss gingen mehrere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft München ein. Unabhängig von diesen Anzeigen sei die Behörde ohnehin zur Prüfung des Falls verpflichtet gewesen, da Insolvenzgerichte die zuständige Staatsanwaltschaft über jede gewerbliche Insolvenz informieren müssen. Die Strafverfolger untersuchen in solchen Fällen routinemäßig, ob Anhaltspunkte für Straftaten wie Insolvenzverschleppung, Betrug oder Verstöße gegen insolvenzrechtliche Vorschriften vorliegen.

Zahlreiche Kunden warten weiterhin

Für viele Betroffene ist das Kapitel der FTI-Insolvenz damit jedoch noch nicht abgeschlossen. Laut Touristik Aktuell warten nach wie vor mehrere hundert Reisende auf die Erstattung ihrer Ansprüche. Der Deutsche Reisesicherungsfonds, welcher für die Absicherung von Pauschalreisenden zuständig ist, lehne zahlreiche Anträge weiterhin ab, während andere Fälle bislang nicht abschließend bearbeitet seien.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Untersuchung zeigt deutliche Preisunterschiede bei deutschen Ferienhäusern, wobei Sylt das Ranking anführt. In den Alpenregionen bleibt der Tegernsee die teuerste Lage, erreicht jedoch nicht das Preisniveau der Küstenhotspots.

Für das von der Helma-Insolvenz betroffene Ostseeresort Olpenitz ist ein neuer Investor gefunden worden. Der Käufer übernimmt rund 39.000 Quadratmeter Entwicklungsflächen und soll auch weitere Bauabschnitte des Poseidon fertigstellen.

Die Niederlande sind weit mehr als nur das Land von Tulpen, Windmühlen und Käse. Für viele Reisende bietet das Nachbarland eine perfekte Mischung aus Entspannung, Natur und Kultur. Wer eine Auszeit vom Alltag sucht, muss nicht unbedingt in den Flieger steigen. Ein Urlaub bei den niederländischen Nachbarn ist unkompliziert, abwechslungsreich und ideal für Familien, Paare oder Alleinreisende.

Schlösser, Natur, zweisprachiges Theater: Polnische Touristen haben Brandenburg als Urlaubsregion entdeckt. Welche Orte besonders gefragt sind und was sie dort anzieht.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor ist auf der Suche nach neuen Eigentümern. Ihr Chef kann sich auch einen Verkauf an Airlines vom Golf vorstellen.

Mehr als 29.400 Beschwerden in nur sechs Monaten: Die Schlichtungsstelle Reise und Verkehr meldet einen Rekord – vor allem Flugreisende fordern Entschädigung nach Ausfällen und Verspätungen.

Trotz inflationsbedingter Belastungen plant die Mehrheit der Hamburger eine Sommerreise, achtet dabei jedoch verstärkt auf Rabatte und das Preis-Leistungs-Verhältnis. Der klassische Strandurlaub bleibt dabei die beliebteste Urlaubsform.

Mittelgebirge, Städte, Freizeitparks: Sachsen hat im Sommer viel für einen abwechslungsreichen Urlaub zu bieten. Die Tourismusbranche rechnet mit weiteren Buchungen in den kommenden Wochen.

Eine aktuelle Umfrage von SAP Concur zeigt, dass deutsche Geschäftsreisende touristische Hotspots zunehmend meiden. Hohe Kosten, überfüllte Innenstädte und eingeschränkte Verfügbarkeiten beeinflussen demnach die Reiseplanung.

Klinik und Bett statt Strand: Für ein Paar endete der Traumurlaub auf Mauritius schon auf dem Hinflug - mit gebrochenen Wirbeln und Schmerzen. Im Nachgang klagen sie gegen den Reiseveranstalter.