Starker Rückgang bei touristischen USA-Reisen

| Tourismus Tourismus

Reisen in die USA sind in diesem Jahr wie schon 2025 deutlich zurückgegangen. In Deutschland waren es minus 14,2 Prozent von Januar bis Juni, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) auf Anfrage sagt. Im Juli sei es ähnlich gewesen. In der Schweiz waren es minus 16,5 Prozent.

Wenn der Trend anhalte, liege die Zahl der US-Reisen aus der Schweiz 2026 auf dem Niveau von 2007, sagte die Geschäftsführerin des Schweizer Reise-Verbands (SRV), Andrea Beffa, der Nachrichtenagentur AWP. 

Das wäre ein Rückgang um 25 Prozent seit Anfang 2025, dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump. In Deutschland lag der Rückgang 2025 verglichen mit dem Vorjahr bei 11,3 Prozent. 

Politische Lage und Preise

Die politische Lage sei einer von mehreren Gründen für die Reisezurückhaltung, sagt der Leiter Kommunikation beim DRV, Torsten Schäfer. Bei einer repräsentativen Umfrage für den DRV nannte im Februar etwa die Hälfte der rund 2.000 Befragten die politische und gesellschaftliche Situation in den USA. 

Dazu kamen die Preise und die Einreisebestimmungen mit dem organisatorischen Aufwand für die elektronische Reisegenehmigung für die visumfreie Einreise (ESTA). 

Zudem führten Großveranstaltungen wie die Fußballweltmeisterschaft, die unter anderem in den USA stattfand, in der Regel zu einem Rückgang touristischer Reisen, sagt Schäfer. Touristen fürchteten höhere Preise als zu anderen Zeiten.

Trotzdem: USA bleiben als Reiseziel hoch im Kurs 

Und trotz aller Entwicklungen: «Die USA waren 2025 das insgesamt beliebteste Fernreiseziel der Deutschen - trotz der Rückgänge gegenüber 2024», sagt Schäfer, «Und sie werden es aller Voraussicht nach auf der Grundlage der derzeitigen Buchungszahlen auch in diesem Jahr sein.» (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Wildes-Wasser-Weg in Bodenmais ist zum schönsten Wanderweg Deutschlands 2026 in der Kategorie Tagestouren gewählt worden. Insgesamt beteiligten sich über 52.000 Personen an der Abstimmung des Wandermagazins.

Das Statistische Bundesamt registriert für das erste Halbjahr 2026 gestiegene Preise für Flugtickets und Pauschalreisen. Dabei zeigen sich je nach Destination teils deutliche regionale Unterschiede bei den Kosten.

Die anhaltende Trockenheit im Hochsommer lässt die Pegelstände des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz fallen und fallen - für Kabinenschiffe könnte es demnächst eng werden.

Ein aktueller Bericht offenbart wachsende Unterschiede im Reiseverhalten europäischer Nationen. Während Reisende in Deutschland ihre Ausgaben pro Trip erhöhen, setzen britische Urlauber auf eine höhere Frequenz.

Der Deutsche Tourismusverband hat seinen Praxisleitfaden für nachhaltigen Tourismus aktualisiert. Eine Studie zeigt gleichzeitig, dass zwar ein hohes Bewusstsein herrscht, aber oft personelle und finanzielle Kapazitäten fehlen.

Streit ums Handgepäck: Das Oberlandesgericht in Hamm kippt die Ein-Stück-Regel einer spanischen Fluggesellschaft. Zu den umstrittenen Maßen sagen die Richter aber nichts.

Die Bemühungen von Schweiz Tourismus, den Overtourismus durch eine gezielte Lenkung der Gäste zu dämpfen, zeigen bislang keine messbare Wirkung. Während touristische Zentren weiter stark wachsen, profitieren kleinere Regionen kaum von der staatlich geförderten Strategie.

Der World Travel & Tourism Council (WTTC) hat eine weltweite Kampagne zur Bestimmung der 7 zeitgenössischen Weltwunder gestartet. Der Auswahlprozess orientiert sich an festen Kriterien und ist auf ein Jahr angelegt.

Mit der Eröffnung der Tiroler Zugspitzbahn am 5. Juli 1926 begann eine neue Ära des Alpentourismus. Als erste Seilbahn Tirols und zweitälteste Österreichs machte sie die Zugspitze erstmals bequem für Gäste aus aller Welt erreichbar.

Der Deutsche Reiseverband prognostiziert für das laufende Touristikjahr trotz geopolitischer Unsicherheiten ein leichtes Umsatzwachstum. Während Mittelmeerziele und Kreuzfahrten zulegen, bleiben Fernreisen hinter den Erwartungen zurück.