Tui stockt spezielle Anleihe um 190 Millionen Euro auf

| Tourismus Tourismus

Der Reisekonzern Tui stockt eine im April begebene Anleihe zur finanziellen Überbrückung der Corona-Krise noch einmal auf. Wie das Unternehmen am Montagabend mitteilte, soll das Volumen von 400 Millionen Euro um neue sogenannte Wandelschuldverschreibungen über bis zu 190 Millionen Euro erweitert werden. Solche Papiere können vom Eigentümer zu einem späteren Zeitpunkt in Aktien getauscht werden. Die Hannoveraner erklärten, die Konditionen seien die gleichen wie bei dem im Frühjahr an den Markt gebrachten Titel.

Der Erlös soll in die laufende Refinanzierung fließen. Tui ist nach dem über weite Strecken ausgefallenen Geschäft im ersten Corona-Jahr 2020 darauf angewiesen, dass mehr Geld durch Buchungen in die Kasse kommt - parallel dazu besorgt sich der Konzern ergänzende Mittel von Investoren. So soll auch die tatsächliche Inanspruchnahme der milliardenschweren Staatskredite auf das Nötige begrenzt und die Rückzahlung der daraus genutzten Tranchen eingeleitet werden.

Vorstandschef Fritz Joussen hatte gesagt, die Anleihen könnten eine Voretappe dafür sein - gesetzt den Fall, dass auch die Buchungen und Anzahlungen der Kunden so zurückkehren wie erhofft. Nach der ersten Platzierung im April hielt sich Tui angesichts der hohen Nachfrage nach der Anleihe die Option offen, das Volumen noch zu erhöhen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In Österreich entfielen 2024 rund 36 Prozent aller Übernachtungen auf Gäste aus Deutschland – der höchste Anteil innerhalb der EU. Bei den absoluten Übernachtungszahlen deutscher Reisender lag dagegen Italien an der Spitze.

Während die Zahl der mehrtägigen Reisen 2025 insgesamt zurückging, legten die Geschäftsreisen um 10,5 Prozent auf 41 Millionen zu. Auch die Inlandsreisen erreichten mit 169 Millionen einen Rekordwert.

Nur fünf Prozent der Reisenden können echte Destinationsfotos sicher von KI-Bildern unterscheiden. Tennessee reagiert mit einem Echtheitssiegel. Auch für Hotels und Touristiker in Europa ist das Thema relevant: Seit August gelten neue Transparenzpflichten für bestimmte KI-Inhalte.

Früher war kostenloses Essen an Bord auch in der Economy ein Standard. Das gilt längst nicht mehr. Heute ist alles individueller, vieles kostet. Eine Sache aber könnte künftig häufiger gratis sein.

Eine Auswertung von Standortmetadaten weist St. Peter-Ording als meistfotografierten Strand Deutschlands aus. Die Ostsee stellt zwar die Mehrheit der Plätze in den Top 10, die Spitzenränge werden jedoch von Nordseestränden belegt.

Eine Studie der ITB Berlin analysiert Veränderungen bei der Reisesicherheit von LGBTQ-Reisenden. Während Länder wie Kanada und die Niederlande hohe Werte erzielen, verschlechtert sich die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Akzeptanz in den USA.

Großveranstaltungen spielen laut einer US-Umfrage von American Express eine große Rolle bei Geschäftsreisen. Gleichzeitig steigt unter den Befragten die angegebene Nutzung von KI-Werkzeugen; anhand eigener Transaktionsdaten nennt American Express zudem acht Reiseziele mit wachsendem Geschäftsreiseaufkommen.

Immer mehr Touristen aus Südeuropa verbringen ihren Sommerurlaub im Schwarzwald. Die Region punktet mit kühleren Temperaturen - und profitiert von einem Trend.

Eine Analyse untersucht das Suchinteresse an FKK-Themen in 78 deutschen Großstädten und zeigt deutliche Unterschiede zwischen Küstenregionen und Binnenland. Rostock belegt im Gesamtranking den ersten Platz.

TUI hält trotz geopolitischer Belastungen an seiner Jahresprognose fest. Insbesondere der Iran-Krieg und Sonderfaktoren beeinträchtigten die Ergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern.