Urlaub in Südeuropa kostet oft deutlich weniger als in Deutschland

| Tourismus Tourismus

Urlauber aus Deutschland zahlten im April 2026 in vielen südeuropäischen Ländern deutlich weniger für Restaurantbesuche und Hotelaufenthalte als im Inland. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor. Besonders niedrig war das Preisniveau in Nordmazedonien und Bulgarien, wo entsprechende Dienstleistungen rund halb so viel kosteten wie in Deutschland.

Nach Angaben von Destatis lagen die Preise für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen in Nordmazedonien 52 Prozent unter dem deutschen Niveau. In Bulgarien betrug der Abstand 47 Prozent. Auch in Montenegro (-39 Prozent), Portugal (-30 Prozent) und Spanien (-22 Prozent) mussten Reisende aus Deutschland deutlich weniger bezahlen. In Malta (-20 Prozent), Zypern (-19 Prozent) und Griechenland (-18 Prozent) lagen die Kosten ebenfalls spürbar unter dem deutschen Niveau. Selbst in Kroatien (-9 Prozent) und Italien (-2 Prozent) waren Restaurant- und Hoteldienstleistungen günstiger als in Deutschland.

Südeuropäische Länder verzeichnen teils deutlich niedrigere Urlaubspreise

Der Preisniveauvergleich zeigt laut Destatis, wie viel identische Gaststätten- und Hoteldienstleistungen im jeweiligen Land im Vergleich zu Deutschland kosten. Ein Beispiel aus der Mitteilung: Für eine Leistung, die in Deutschland 100 Euro kostet, hätten Reisende in Spanien aufgrund des um 22 Prozent niedrigeren Preisniveaus durchschnittlich 78 Euro bezahlt.

Nachbarstaaten bieten nur vereinzelt günstigere Reisekosten an

Auch einige direkte Nachbarländer Deutschlands wiesen niedrigere Preise auf. In Tschechien lagen die Kosten für Gaststätten- und Hoteldienstleistungen 30 Prozent unter dem deutschen Niveau. In Polen betrug der Preisvorteil 12 Prozent, in Frankreich vier Prozent.

In den meisten Nachbarstaaten mussten Reisende jedoch mehr bezahlen als in Deutschland. In Österreich lagen die Preise um ein Prozent höher, in Belgien um 13 Prozent und in den Niederlanden um 14 Prozent. Besonders hoch fiel das Preisniveau in Dänemark mit einem Aufschlag von 29 Prozent aus. In der Schweiz lagen die Kosten sogar 49 Prozent über dem deutschen Niveau.

Nordische Länder verlangen höhere Preise für Hotels und Restaurants

Auch in den nordischen Staaten waren Restaurant- und Hoteldienstleistungen teurer als in Deutschland. Für Finnland weist Destatis ein um zehn Prozent höheres Preisniveau aus, für Schweden einen Aufschlag von zwölf Prozent. In Norwegen lagen die Preise 34 Prozent über dem deutschen Niveau. Den höchsten Wert unter den genannten nordischen Ländern verzeichnete Island mit einem Preisniveau von 49 Prozent über dem deutschen Vergleichswert. Die Angaben beziehen sich auf März 2026.

Destatis stützt Vergleich auf europäische Kaufkraftparitäten

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden die Preisniveaus für Restaurant- und Hoteldienstleistungen auf Grundlage von Kaufkraftparitäten berechnet, die von Eurostat ermittelt wurden. Diese dienen dazu, die Kosten vergleichbarer Leistungen zwischen verschiedenen Ländern gegenüberzustellen.

Text erstellt mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz


Zurück

Vielleicht auch interessant

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.

Eine Untersuchung von Urlaubstracker zeigt große regionale Unterschiede bei kostenfreien Attraktionen auf europäischen Inseln. Während Malta die höchste Gesamtdichte an kostenlosen Angeboten aufweist, punkten andere Destinationen mit umfangreichen Strand- oder Wanderwegenetzen.

Four Seasons hat die Flugrouten der Private Jet Experience für das Jahr 2028 vorgestellt. Die Reisen kombinieren Langstreckenflüge im Privatjet mit Aufenthalten in neuen und bestehenden Hotels von Four Seasons.

Fit Reisen hat europäische Urlaubsorte auf ihre Gräserpollen-Belastung untersucht. Während Tórshavn auf den Färöern und nordische Regionen nahezu pollenfrei sind, verzeichnen das portugiesische Alentejo und Standorte in der Schweiz die höchsten Werte.

Der Deutschland-Tourismus verzeichnete im Winter 2025/2026 mit 117,2 Millionen Übernachtungen das zweitstärkste Ergebnis seiner Geschichte. Trotz steigender Auslastung in der Hotellerie leidet das Gastgewerbe unter einem deutlichen Zuwachs bei den Insolvenzen, während die Konsumzurückhaltung auch den Tagestourismus bremst.

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass persönliche Interessen und Empfehlungen aus dem Umfeld die Urlaubsplanung in Deutschland dominieren. Nur fünf Prozent der Befragten lassen sich bei der Auswahl ihrer Reiseziele von Trends aus sozialen Netzwerken leiten.

Die Zahl der Passagiere, die von deutschen Häfen aus eine Hochseekreuzfahrt antreten, ist im Jahr 2025 auf einen neuen Höchstwert gestiegen. Auch im EU-weiten Vergleich gab es deutliche Zuwächse, wobei Italien und Spanien die Liste anführen.