Von Eisbergen bis Lagunen: Faszinierende Reiseziele in Blau

| Tourismus Tourismus

Die Farbe Blau verkörpert Ruhe, Entspannung, Harmonie und Zufriedenheit ― und alles andere als Winterblues. Genau das also, was eine Reise beinhalten sollte. Mystisches Blau fasziniert und ist durch seine positiven, meditativen Eigenschaften sowohl bei Männern als auch bei Frauen der beliebteste aller Farbtöne. Evaneos hat sich daher auf die Suche nach den schönsten blauen Urlaubszielen gemacht.

Torres del Paine Nationalpark in Patagonien
 

Blau leuchtende Eisberge, die sich immer wieder von Gletschern abspalten, tosende Wasserfälle, Fjorde und tiefblaue, große Seen ― das ist der Torres del Paine Nationalpark im chilenischen Teil Patagoniens. Der Name des Parks stammt aus der Sprache der Tehuelche-Indianer und setzt sich aus den Wörtern „himmelblau“ (paine) und „Türme“ (torres) zusammen. Ein Name, den die Ureinwohner Patagoniens nicht ohne Grund gewählt haben, denn der riesige Nationalpark rund um die Berggruppe Cordillera del Paine auf bis zu 3.000 Metern Höhe schimmert in strahlendem Blau. Torres del Paine präsentiert das Element Wasser in allen Aggregatszuständen und eröffnet einen fesselnden Blick auf jede erdenkliche Schattierung des beruhigenden Farbtons.


Die blaue Stadt Chefchaouen in Marokko

Marokko: Ein Land, das für den Trubel auf seinen Märkten und Straßen bekannt ist. Bunte Farben, Muster sowie tausende Gerüche und Geräusche, die schnell überfordern können. Nicht so jedoch im nordmarokkanischen Chefchaouen inmitten des Rif-Gebirges. Hier befindet sich eine Stadt, die komplett in die Farbe Blau getaucht wurde. Es ist ein verträumter Ruhepol, der die Architektur des Mittelalters mit Liebe zum Detail auch in den engen Gassen der Medina erhalten konnte und alle Hausfassaden, Türen und Treppen in Azurblau, Königsblau oder Türkis gehüllt hat. Wer sich mit den Einheimischen austauscht, erfährt, dass die blauen Farben vor bösen Blicken schützen sollen ‒ und es scheint zu funktionieren. Die ganz besondere, friedliche Stimmung in Chefchaouen ist nicht zu leugnen.


Blaue Lagune in Island

Ein natürliches Spa auf einer Fläche von 5.000 Quadratmetern befindet sich auf der Reykjanes-Halbinsel in Island ― nahe der Hauptstadt Reykjavík und dem internationalen Flughafen. Die Bláa Lónið, wie die Isländer sie nennen, besticht durch ihren cremigen Blauton, der einen spannenden Kontrast zu den umgebenden, schwarzen Lavafelsen bildet. Die Blaue Lagune besteht aus einem großen Salzwassersee. Die hellblaue Farbe erhält der See dabei von der Kieselalge. Dank sehr warmen Wassertemperaturen von etwa 37 bis 42 Grad Celsius kann das ganze Jahr über im Thermalbecken gebadet werden. Besonders stimmungsvoll ist die heiße Quelle in der Winterzeit oder unter dem dunklen Sternenhimmel ― dann, wenn das Wasser in hellstem Blau leuchtet. Dank Mineralsalzen, Kieselerde und Algen werden der Lagune auch hautpflegende und beruhigende Eigenschaften zugeschrieben.


Freitagsmoschee in Isfahan, Iran

Von der Blauen Moschee in Istanbul hat wohl jeder schon einmal gehört. Doch die Freitagsmoschee im iranischen Isfahan kennen die wenigsten. Dabei gilt Isfahan als eine der schönsten Städte der muslimischen Welt. Es gibt nur wenige Touristen im Iran und genau das macht das Land am Persischen Golf so geeignet für ruhige Reisen zu historischen Stätten wie der blauen Freitagsmoschee. Das architektonische Highlight, dessen Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann, besticht mit seinen aufwendigen Fliesenmosaiken und kunstvollen Stuckornamenten. Fast 40 Meter hoch ist das von majestätischen Säulen getragene Hauptschiff, über dem sich eine gigantische Kuppel wölbt. 


Brücke in Sankt Petersburg, Russland

Sankt Petersburg wird gerne auch als „Venedig“ oder „Amsterdam des Nordens“ bezeichnet und das aus gutem Grund. Die russische Hafenstadt wartet mit zahlreichen Brücken und Kanälen auf. In ihrem Stadtkern führt über den Fluss Moika bis vor den Marienpalais ein ganz besonderes Exemplar: die Blaue Brücke. Sie wurde 1737 einst als hölzerne Zugbrücke errichtet und ist bis heute die breiteste Brücke in Sankt Petersburg. Durch eben diese Breite war sie damals ideal für den Handel geeignet. Im Laufe der Zeit wurde die Blaue Brücke immer wieder umgebaut und neu designt, doch der kobaltblaue Gusseisenbogen ist letztendlich geblieben.


Jodhpur, Indien

Jodhpur ist eine Stadt mit rund einer Million Einwohnern am Rande der großen Thar-Wüste in Indien. Sie lässt nicht nur die prunkvolle Zeit der Maharajas aufleben, sondern wird auch als „blaue Stadt“ bezeichnet. Zwischen Tempeln, Festungen und Palästen befinden sich zahlreiche, in Hellblau gekleidete Häuser. Traditionell kennzeichnete die Farbe Blau die Zugehörigkeit der Bewohner zu den Brahmanen bzw. gelehrten Priestern aus der obersten Kaste. Mittlerweile ist diese Einschränkung jedoch passé. Reisende können sich hier im Häusermeer treiben lassen, in welchem sich im identischen Farbton ein Häuschen an das nächste reiht ‒ und das ganz ohne Mückenstiche. Denn das helle Blau soll zudem Moskitos abwehren.


Masjid Panglima Kinta, Malaysia

Eine Farbwelt aus Weiß und Blau, den zarten Schattierungen des Himmels – so präsentiert sich die Masjid Panglima Kinta im malaysischen Ipoh. Das Schmuckstück der islamischen Architektur strahlt eine Leichtigkeit aus, die sich perfekt in das entspannte Flair der südostasiatischen Stadt einfügt. Das wunderschöne Bauwerk wurde im Jahr 1898 zu Ehren eines malaysischen Kriegers erbaut, der für seine Heimatstadt kämpfte und es ist eines der ältesten in der ganzen Region. Masjid Panglima Kinta befindet sich direkt am Kinta River im Zentrum von Ipoh. Besucher können die Moschee nur schwer übersehen, bereits aus der Ferne ragen eine golden verzierte Kuppel und zwei Turmspitzen empor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 83 Prozent der Briten Interesse an Reisen zu literarischen Schauplätzen oder Filmdrehorten haben. Dabei spielen besonders die Identifikation mit Charakteren und die visuelle Präsenz in Medien eine Rolle für die Reiseentscheidung.

Urlaub in Schleswig-Holstein steht bei vielen Deutschen weiter hoch im Kurs. Doch wegen der höheren Lebenshaltungskosten zögern viele mit einer Buchung. Die Touristiker beobachten das mit Sorge.

Neue Reiseformate wie Zero-Day-Trips, regionale Meetings und hybride Veranstaltungen verändern nach Angaben der Initiative Chefsache Business Travel die Planung von Geschäftsreisen. Unternehmen bündeln Reisen stärker und richten sie gezielter auf konkrete geschäftliche Ziele aus.

Mehr als dreimal so viele Touristen wie griechische Einwohner strömten 2025 in das Urlaubsland. Auf Jetset-Inseln wie Santorini oder Mykonos bringt der Rekord-Tourismus die Infrastruktur ans Limit.

Eine aktuelle Auswertung von Fit Reisen analysiert das Suchinteresse für Ayurveda-Angebote in Europa. Dabei zeigt sich eine starke Präferenz für deutsche Regionen sowie eine Verschiebung hin zu mediterranen Zielen infolge der Iran-Krise.

Eine Studie des Technologieunternehmens Amadeus sieht weltweit eine hohe Offenheit vieler Reisender gegenüber künstlicher Intelligenz und digitalen Mobilitätsdiensten. Gleichzeitig bleiben Sprachbarrieren, Zusatzkosten und unzureichende Informationen häufig genannte Probleme im Reiseverkehr.

Fast die Hälfte der Passagierflüge, die auf deutschen Hauptverkehrsflughäfen starten oder landen, sind auf Kurzstrecken unterwegs. Die häufigste Verbindung war 2025 die zwischen Frankfurt/Main und London-Heathrow.

Wenn Eltern oder Großeltern mit Kindern auf Reisen gehen, heißt das Ziel besonders oft Schleswig-Holstein: Bei Urlaubern mit kleinen Kindern lag das nördlichste Bundesland in den Jahren 2023 bis 2025 in Deutschland an erster Stelle vor Mecklenburg-Vorpommern.

Der Plattformbetreiber Airbnb plant den Ausbau zu einem umfassenden Dienstleistungsmarktplatz nach dem Vorbild von Amazon und integriert im Sommer 2026 neben tausenden Boutique-Hotels auch Mietwagen, Gastronomieangebote zur Fußball-Weltmeisterschaft sowie neue KI-Werkzeuge in seine Anwendung.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BTW zeigt, dass wirtschaftliche Sorgen und steigende Kosten das Reiseverhalten der Bundesbürger belasten. Der Verband fordert angesichts sinkender Buchungsbereitschaft politische Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftswachstums.